Alle Beiträge von Dirk Bongardt

Seit 1998 Journalist, habe ich alle bisherigen Phasen des digitalen Wandels in unserer Branche miterlebt. Von der Art, wie wir recherchieren, über unsere Möglichkeiten und Werkzeuge, Geschichten zu erzählen bis hin zu der Art, wie unsere Rezipienten unsere Inhalte aufnehmen, ist nichts davon unberührt geblieben. Als Dozent helfe ich angehenden Online-Redakteuren, das Wissen um diese Möglichkeiten und Fakten für ihre Arbeit zu nutzen.

Deepfakes bald auch schriftlich

Microsoft führt eine neue KI-Funktion in OneNote ein, die die Handschrift der Nutzer verbessern soll. Die Technologie analysiert die Schrift und optimiert sie, um sie lesbarer und ansprechender zu gestalten. Laut Microsoft soll die Funktion das Schreiben mit der Hand erleichtern und die Produktivität steigern. Nutzer können die Verbesserungen individuell anpassen und die KI-Unterstützung ein- oder ausschalten. Die Einführung der Handschriftoptimierung ist Teil von Microsofts Bemühungen, OneNote als digitales Notizbuch wettbewerbsfähiger zu machen (Quelle: Golem).

Dirk meint: Wer die Entwicklung generativer KI halbwegs aufmerksam verfolgt hat, dürfte sich im Klaren darüber sein: Dem gesprochenen Wort ist nicht mehr zu trauen. „Was man schwarz auf weiß besitzt, kann man getrost nach Hause tragen”, lässt Goethe in Faust I einen Studenten sagen. Sorry, Johann Wolfgang, das galt auch nur bis gestern. Vom Post-it des Abteilungsleiters bis zum Liebesbrief der Angebeteten können wir künftig keiner Handnotiz mehr trauen. Immerhin: zumindest meine Freunde wissen, wenn sie eine angeblich von mir stammende Notiz ohne große Mühe entziffern können, dann war ich’s nicht.

Net-News der Woche 16'2024 -
Viel los in Social Media, Grok macht aus Sportler einen Kriminellen, und die Post geht ab (und zwar von Google Maps)

Post und DHL kehren Google (Maps) den Rücken

Post und DHL haben ihre Paketverfolgung von Google Maps auf OpenStreetMap umgestellt. OpenStreetMap ist eine freie, editable Karte der ganzen Welt, die von ehrenamtlichen Mitarbeitern erstellt und mit einer offenen Lizenz veröffentlicht wird. Die OpenStreetMap-Lizenz ermöglicht freien oder fast freien Zugang zu den Kartebildern und allen unterliegenden Geodaten. Die Zusammenarbeit von Post und DHL mit OpenStreetMap ist Teil einer wachsenden Tendenz, OpenStreetMap-Daten in kommerzielle Anwendungen zu integrieren, und zeigt die Flexibilität und die vielfältigen Anwendungen von OpenStreetMap-Daten (Quelle: Golem).

Dirk meint: Ich mag die Idee hinter OpenStreetMap, und ich bin auch gern mit dem Fahrrad unterwegs und lasse mich dabei von einer App führen, deren Kartenmaterial auf OpenStreetMap basiert. In mir bekannten Gegenden reicht mein nur sehr rudimentär ausgeprägter Orientierungssinn denn auch aus, um trotz der gelegentlichen Fehler im Kartenmaterial irgendwann wieder nach Hause zu kommen. Ich fürchte aber, in Gegenden, in denen die »Kontributoren« dünn gesät sind, werden solche Fehler in Zukunft häufiger dazu führen, dass Briefe und Pakete ihre Empfänger nicht oder sehr viel später als geplant erreichen.


Musk plant Gebühr für neue X-Nutzer

Elon Musk plant, neue Nutzer des sozialen Netzwerks X für die ersten drei Monate zur Zahlung einer kleinen Gebühr zu verpflichten. Damit will er das Bot-Problem eindämmen, da derzeitige Sperren leicht umgangen werden können. Die Gebühr soll nicht dauerhaft erhoben werden, sondern nur für neue Konten gelten. Details zu Höhe und Starttermin der Maßnahme gibt es noch nicht (Quelle: Caschy).

Dirk meint: Russland-Sanktionen, Musk-Style? Darf man so sehen. Elon Musk war mal ein Genie, dann begann er zu kiffen. Welche Substanzen er in den ersten Monaten nach der Twitter-Übernahme noch so eingeworfen hat, lässt sich nur erahnen. Aber die »Startgebühr« für neue X-Nutzer scheint tatsächlich ein Indiz für eine allmähliche Ausnüchterung. Kosten neue X-Konten erst einmal Geld, erhöht das die Kosten für Bot-gestützte Propaganda erheblich. Das wird finanzkräftige Akteure nicht hindern, weiter auf solche Werkzeuge zu setzen. Aber zumindest füllen sie dann die chronisch leere Kasse von X wieder etwas.


Bluesky ermöglicht Website-Einbettungen

Bluesky, eine neue Social-Media-Plattform, hat jetzt die Möglichkeit eingeführt, Inhalte der Plattform direkt in Websites einzubinden. Dies ermöglicht Nutzern, Inhalte von eigenen und fremden Posts auf ihren Web-Angeboten zu kuratieren. Experten sehen darin einen wichtigen Schritt für die Plattform, um Nutzern mehr Flexibilität zu bieten. Bluesky hat inzwischen die 5-Millionen-Nutzer-Grenze überschritten (Quelle: Onlinemarketing.de).

Dirk meint: Die Hölle, das sind die anderen. Das wird sich Elon Musk ebenso denken wie Mark Zuckerberg oder Jack Dorsey, von den Entwicklern hinter Mastodon ganz zu schweigen. Aus deren Sicht sind es natürlich erst einmal die anderen Twitter-Klone, die ihnen das Leben so schwer machen, dass Bluesky eine seit Jahrzehnten auf Social-Media-Plattformen übliche Funktion derart feiern muss (Einbetten, also echt). Immerhin gibt’s dank Bluesky noch eine Kurztext-Plattform für alle, denen X zu giftig wurde, die sich nicht komplett dem Meta-Konzern ausliefern wollen, und denen Mastodon zu kompliziert erscheint. Aber egal, wohin du gehst: Die Zeiten des freundlich-humorvollen Plauschs sind vorbei. Du hast nur noch die Wahl, wo du dich belehren, beleidigen, bedrohen lässt. Die Hölle, das sind die anderen.


TikTok fordert mit »Notes« Instagram heraus

TikTok hat in ausgewählten Märkten wie Kanada und Australien einen neuen Dienst namens »TikTok Notes« eingeführt, um direkt mit Instagram zu konkurrieren. Die Plattform konzentriert sich auf Foto- und Textinhalte und ermöglicht es Nutzern, ihre Momente, Kreativität und Erfahrungen durch Fotos zu teilen und mit anderen zu verbinden. TikTok betont Funktionen wie Reisetipps und Alltagsrezepte. Das Layout der App umfasst ein zweispaltiges Raster und die Möglichkeit, mehrere Fotos in einem Karussell-Format zu posten, was den Funktionen von Instagram ähnelt (Quelle: Caschy).

Dirk meint: … dass er sich dazu besser nicht äußern sollte, weil ihm TikTok maximal auf die Nerven geht. Ja, die Grenzen zwischen den Social Media Plattformen verschwinden auch hier. Aber während der Instagram-Algorithmus mich immer wieder mit Inhalten versorgt, die mich auch tatsächlich interessieren, habe ich nach je zehn Minuten TikTok das Gefühl, ein Jahr Schulbildung eingebüßt zu haben. Nichts für ungut, liebe TikTok-Enthusiasten, falls euch jemand zufällig diesen Kommentar vorlesen sollte.


KI-Chatbot Grok verwandelt NBA-Spieler in Kriminellen

Elon Musks KI-Bot Grok, entwickelt von xAI für die Social-Media-Plattform X, hat für Aufruhr gesorgt, indem er aus einem Basketballspiel eine kriminelle Handlung machte. Durch Fehlinterpretation der Redewendung “throwing bricks”, die eine schlechte Trefferquote beschreibt, fabrizierte Grok eine Geschichte, in der NBA-Spieler Klay Thompson Fenster mit Ziegeln einwarf. Dieser Vorfall zeigt die Komplexität und Gefahren fehlgeleiteter KI-Anwendungen und wirft ein schlechtes Licht auf die Qualitätsstandards von X seit Musks Übernahme. Die Fehlinformation verdeutlicht das Risiko, das von unmoderierten KI-generierten Inhalten ausgeht (Quelle: WinFuture).

Dirk meint: Bizarrer Blödsinn war auf X auch schon keine Seltenheit, als KI noch Windeln trug und Elon Musk vornehmlich an Elektroautos schraubte. Der aktuelle Fall klingt für mich eher danach, als ob jemand dem Axel-Springer-Verlag beweisen wollte, die Kooperation mit OpenAI sei nur die zweitbeste Entscheidung gewesen. Denn mit dieser Falschmeldung bewegt sich Grok auf einen Stil der Berichterstattung zu, wie ihn die BILD immer wieder zur Schau stellt. Vielleicht findet ja doch noch zusammen, was zusammen gehört.

Net-News der Woche 15'2024 -
Startup für KI-Hardware, unerlaubtes KI-Training mit YouTube, neue Musik-KI und mehr

KI-Hardware: Jony Ive und Sam Altman suchen Milliarden-Investoren

Suchen Investoren für KI-Hardware: Sam Altman und Jony Ive vor einer futuristischen Skyline (KI-generiertes Bild)
Sam Altman und Jony Ive suchen Investoren für KI-Hardware (Bild generiert per KI)

Sam Altman, CEO von OpenAI, und Jony Ive, ehemaliger Designchef von Apple, streben eine Milliardenfinanzierung für ein KI-Hardware-Startup an. Ihr Ziel ist die Entwicklung eines innovativen KI-Produkts, das die traditionelle Smartphone-Nutzung revolutioniert und neue Interaktionswege mit künstlicher Intelligenz erschließt. Das noch namenlose Startup verhandelt mit führenden Risikokapitalgebern über eine Finanzierung von bis zu 1 Milliarde Dollar. Die Beteiligung renommierter Investoren wie Thrive Capital und Emerson Collective bekräftigt das starke Interesse an diesem Vorhaben (Quelle: Golem).

Eine Milliarde für KI-Hardware Startup / A Billion Dollars for AI Hardware Startup

ChatGPT trainiert mit YouTube-Videos ohne Erlaubnis

OpenAI soll rund eine Million Stunden YouTube-Videos ohne Zustimmung von Google oder den Erstellern für das Training von ChatGPT verwendet haben. Dies berichtet die New York Times unter Berufung auf Quellen bei OpenAI, Google und dem Umfeld der Unternehmen. Demnach soll OpenAI Ende 2021 das Trainingsmaterial ausgegangen sein und daraufhin die YouTube-Videos genutzt haben. Dies könnte diverse Urheberrechte verletzt haben, da es derzeit eine Welle von Klagen gegen die Nutzung von urheberrechtlich geschütztem Material für KI-Training ohne Lizenzvereinbarungen gibt (Quelle: Heise).


Meta führt “Made-with-AI”-Label für Inhalte ein

Meta führt ab Mai 2024 ein “Made-with-AI”-Label für Bilder, Audio- und Videoinhalte in seinen sozialen Netzwerken Facebook, Instagram und Threads ein. Damit sollen Nutzer auf den ersten Blick erkennen können, welche Inhalte mit modernen KI-Generatoren erstellt oder verändert wurden. Die Markierung erfolgt automatisch durch Metas Wasserzeichen-Systeme. Laut dem Unternehmen ist dies eine Reaktion auf Rückmeldungen des Aufsichtsgremiums, um Transparenz für Nutzer zu schaffen. Verstöße gegen Nutzungsbedingungen werden weiterhin unabhängig vom Erstellungsprozess geprüft (Quelle: ComputerBase).


Google startet neues Ortungsnetzwerk für verlorene Geräte

Google hat sein erweitertes “Find My Device”-Netzwerk in den USA und Kanada gestartet. Das Netzwerk ermöglicht es, kompatible Geräte wie das Pixel 8 und Pixel 8 Pro auch dann zu orten, wenn sie ausgeschaltet sind oder der Akku leer ist. Ab Mai können Nutzer auch Bluetooth-Tracker von Drittanbietern wie Chipolo und Pebblebee in die App integrieren, um alltägliche Gegenstände wie Schlüssel oder Geldbörse zu finden. Das Netzwerk ist ab Android 9 nutzbar und bietet Schutz vor unerwünschtem Tracking (Quelle: Caschy).


OpenAI verbessert GPT-4-API

OpenAI hat das GPT-4 Turbo-Modell für ChatGPT und die API verbessert. Die aktualisierte Version ist mit Daten bis Dezember 2023 ausgestattet, was sie zum aktuellsten Modell von OpenAI macht. Die API ist für Entwickler verfügbar, die sich für die Integration von ChatGPT in ihre eigenen Anwendungen, Produkte oder Dienste interessieren. Die GPT-4 Turbo-Version bietet eine größere Kontextfenstergröße und ist mit einer verbesserten Anweisungsverfolgung ausgestattet. Die API ermöglicht es Entwicklern, ChatGPT in ihre eigenen Projekte zu integrieren und die Modelle zu testen, die auf der Plattform verfügbar sind (Quelle: Onlinemarketing.de).


Udio: KI kreiert Songs auf Knopfdruck

Das Musik-KI-Tool Udio ermöglicht es Nutzern, mit minimalen Eingaben eigene Songs zu generieren. Durch Eingabe von Stichworten oder Themen erstellt die KI sowohl Lyrics in mehreren Sprachen als auch Instrumentalparts. Die Beta-Version der Anwendung ist kostenlos und erlaubt bis zu 1200 Songs monatlich. Trotz der beeindruckenden Qualität des künstlichen Gesangs wächst unter Musikschaffenden die Sorge um die Einzigartigkeit ihrer Kunst. Udio betont die Zusammenarbeit mit Künstlern, während Urheberrechtsfragen im Raum stehen (Quelle: Heise).

Hier ein Beispiel für einen mit der KI von Udio generierten Song:

Net-News der Woche 14'2024 -
ChatGPT ohne Konto, Angst vor Deepfakes wächst, Opera unterstützt lokale KI – und was sonst noch wichtig war

OpenAI perfektioniert Stimmenklon-Technologie, schränkt Zugang aber drastisch ein

OpenAI hat seine Sprachengine fortentwickelt, die jetzt menschliche Stimmen mit nur 15 Sekunden Audiomaterial imitieren kann. Diese Technologie, entwickelt seit 2022, befindet sich in der Testphase und ist wegen der Risiken von Desinformation und Betrug, besonders im politischen Bereich, noch nicht öffentlich verfügbar. Trotz beeindruckender Demos und potenzieller Einsatzgebiete in den Bereichen Übersetzung, Bildung, Medizin und Entwicklungshilfe, legt OpenAI ein Hauptaugenmerk auf die Implementierung von Sicherheitsvorkehrungen wie Wasserzeichen und der erforderlichen Zustimmung der Originalstimme, um Missbrauch vorzubeugen. Darüber hinaus plädiert das Unternehmen für ein Umdenken bezüglich der Verwendung von Stimmen zur Authentifizierung (Quelle: ComputerBase).


KI-Waffe gegen Deepfakes

Die Non-Profit-Organisation TrueMedia.org hat ein KI-Tool zur Erkennung von über 90 % der Deepfakes herausgebracht. US-Journalisten können dieses Werkzeug einsetzen, um Desinformation im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen zu bekämpfen. Das hochpräzise, benutzerfreundliche Tool spürt manipulierte Inhalte auf Plattformen wie TikTok und YouTube auf und unterstützt Redaktionen, die zunehmend mit gefälschten Inhalten konfrontiert sind. KI-Experten warnen vor den negativen Effekten von Deepfakes auf die öffentliche Meinungsbildung und plädieren für gesetzliche Regelungen gegen ihre Verbreitung (Quelle: Heise).


Perplexity bald mit Werbung

Perplexity, eine innovative KI-Suchmaschine, ermöglicht Suchanfragen in natürlicher Sprache und verweist auf relevante Quellen. Jeff Bezos hat 74 Millionen US-Dollar in dieses Projekt investiert, das darauf abzielt, Google herauszufordern. Neben herkömmlichen Suchfunktionen generiert Perplexity auch Vorschläge für faszinierende Themen. Werbeeinblendungen sind geplant, jedoch ist ungewiss, ob dies zahlende Nutzer beeinflussen wird. Die monatlichen Kosten für Perplexity betragen 20 US-Dollar. Mit der Entwicklung neuer Suchmaschinen wie Neeva intensiviert sich der Wettbewerb um die Zukunft der Internetsuche (Quelle: Heise).


ChatGPT: Keine Anmeldung mehr nötig

OpenAI ermöglicht künftig die Nutzung von ChatGPT ohne Anmeldung. Diese neue Funktion soll KI für alle zugänglich machen. Allerdings sind gewisse Einschränkungen zu beachten: Chat-Verläufe werden nicht gespeichert, und Features wie ChatGPT Voice sind nicht verfügbar. Zusätzliche Schutzmaßnahmen wurden eingeführt, die möglicherweise zu Einschränkungen führen. Trotzdem könnte die neue Option mehr Menschen zur Nutzung des Tools animieren. OpenAI plant zudem den Launch eines neuen, leistungsstarken Modells und begeistert mit dem Video-Tool Sora (Quelle: Onlinemarketing.de).


Browser Opera bietet Zugriff auf lokale KI-Modelle

Der Browser Opera ermöglicht nun Zugriff auf über 150 lokale KI-Modelle, die generative KI-Anwendungen ohne Server-Datenübertragung durch die Integration in den Online-Service Aria bieten. Das neue “KI Feature Drops Programm” gestattet Opera One Developer-Nutzern, experimentelle Versionen zu erproben, wobei unterstützte Modelle unter anderem von Meta, Google und Mistral AI stammen. Benutzer können das bevorzugte lokale Modell herunterladen und verwenden, bis sie Aria aktivieren. Zum Testen ist eine Aktualisierung auf die neueste Opera Developer-Version erforderlich (Quelle: Caschy).


Apple soll an Haushaltsrobotern tüfteln

Laut Bloomberg entwickelt Apple mobile Roboter und tischmontierte Displays, die Nutzern in ihren eigenen vier Wänden folgen können. Dieses unter dem Codenamen “Skunk-Works” laufende Projekt, gestartet 2019, könnte nach iPhone, iPad und Apple Watch Apples nächster großer Umsatzbringer sein. Dieser Schritt erfolgt, nachdem der Konzern sein Elektroauto-Projekt eingestellt hat und nun neue Wachstumsmöglichkeiten, insbesondere im Heimmarkt und in der Robotik, erkundet. (Quelle: ComputerBase).

Net-News der Woche 13'2024 -
Komponisten, Künstler, KI – und was sonst noch wichtig war

Suno V3: KI-Musik, Gesang und Instrumente inklusive

Das Massachusettser Unternehmen Suno präsentiert die neueste Version seines Text-to-Music-Tools, Suno V3. Diese innovative Technik ermöglicht es Nutzern, kostenlos zweiminütige Songs in verschiedenen Stilen, inklusive Gesang und eigenen Texten, zu kreieren. Suno V3 besticht durch seine intuitive Oberfläche, die auch Laien die Erstellung qualitativ ansprechender Musik erlaubt. Die nahtlose Integration von Gesang und Instrumenten lässt Benutzer eigene Lyrics einfügen oder die gewünschte Atmosphäre bestimmen. Trotz kleiner Schwächen, wie Audioartefakten und zu perfektioniertem Gesang, wird Suno V3 in sozialen Netzwerken für seine musikalische Vielfalt geschätzt. Die Diskussion über die Folgen KI-erzeugter Musik für Künstler und die Musikbranche bleibt jedoch bestehen (Quelle: Golem).


Gericht weist Musks Klage gegen Hassrede-Kritiker ab

Ein US-Gericht hat die Klage von Elon Musks X Corp. gegen das Center for Countering Digital Hate (CCDH) verworfen, das Musk vorwarf, Hassrede auf seiner Plattform zu fördern. Das Gericht befand, X Corp. habe nicht bewiesen, wie Daten-Scraping zu finanziellen Verlusten führte, noch könne es Schadenersatz für die Reaktionen Dritter auf CCDHs Berichte fordern. Richter Charles Breyer kritisierte X Corp. dafür, die Klage als Mittel zur Bestrafung und Abschreckung von Kritik zu nutzen. Trotz der Abweisung plant X Corp. Berufung. CCDH betont die Wichtigkeit von Transparenz in Tech-Unternehmen zur gesellschaftlichen Aufklärung (Quelle: Heise).


Meta bringt Politik-Filter für Instagram und Threads

Meta führt auf Instagram und Threads eine Funktion ein, die es Nutzern ermöglicht, die Anzeige politischer Inhalte zu reduzieren. Diese Einstellung, zunächst nur in den USA verfügbar, erlaubt das Beschränken politischer Beiträge von nicht gefolgten Accounts oder deren Freigabe. Standardmäßig sind solche Inhalte limitiert, wobei Beiträge gefolgter Konten nicht betroffen sind. Diese Innovation soll das Nutzererlebnis auf den Plattformen personalisieren und gleichzeitig ein verantwortungsbewusstes Engagement mit politischen Themen fördern. Die Anpassungsoptionen sind in den Inhaltspräferenzen der Nutzer auffindbar (Quelle: Caschy).


Meta unter Spionageverdacht: “Project Ghostbusters” umging Verschlüsselung

Neue Gerichtsdokumente enthüllen Metas verdeckte “Project Ghostbusters”-Initiative, die ursprünglich Snapchat ins Visier nahm. Der Konzern, bekannt für seine umfangreiche Datenerfassung, entwickelte ein Tool zur Analyse verschlüsselter Kommunikation. Laut dem US-Magazin Gizmodo sollte das Projekt Metas Marktposition gegenüber Konkurrenten wie YouTube und Amazon stärken. Es umfasste spezielle Entwicklerkits für iOS und Android sowie den VPN-Dienst Onavo, der eher überwachte als schützte. Die Verantwortung der Führungsebene, einschließlich Mark Zuckerbergs, wird in einem Kartellverfahren untersucht. Meta bestreitet die Anschuldigungen und behauptet, die Praktiken seien bekannt und irrelevant (Quelle: WinFuture).


Google Maps mit KI-gestützten Reiseempfehlungen

Google aktualisiert Maps. Mit KI-Integration können Nutzer individuelle Empfehlungen, Listen und genaue Ortsangaben erhalten. Experten von The Infatuation und Lonely Planet erstellen ausgewählte Listen der besten Restaurants und Attraktionen in über 40 Städten in den USA und Kanada. Neue Funktionen decken Trendorte, langjährige Favoriten und lokale Insidertipps auf. Nutzer können zudem eigene Listen erstellen und diese in sozialen Netzwerken teilen. Google Maps ist eine App für Android und iOS. Diese App nutzt künstliche Intelligenz zum Hervorheben von Highlights (Quelle: Golem).

Net-News der Woche 12'2024 -
YouTube verschärft die Regeln, Musk macht seine KI quelloffen, Threads kopiert noch ein Twitter-Feature – und mehr

Elon Musk macht KI-Modell Grok-1 quelloffen

Elon Musks Unternehmen xAI veröffentlichte das KI-Modell Grok-1 unter der Apache-2.0-Lizenz. Dieses Modell, basierend auf einer Mixture-of-Experts-Architektur und mit 314 Milliarden Parametern umfangreicher als GPT-3.5, entstand in nur drei Monaten ohne menschliche Feinjustierung. Es ist für eine breite Palette von Anwendungen konzipiert, ohne spezifische Beschränkungen, was jedoch Sicherheitsbedenken weckt. Grok-1 könnte für Chatbot-Entwicklungen dienen, ist aber selbst kein Chatbot. Details zu den Trainingsdaten bleiben unbekannt. Musk entschied sich gegen Sicherheitsleitplanken, um Flexibilität zu gewährleisten, was die Gefahr eines Missbrauchs erhöht (Quelle: Heise).


Nvidia’s Gr00t vereinfacht Entwicklung humanoider Roboter

Nvidia präsentierte auf der GTC 2024 mit „Gr00t“ ein neues Foundation Model, das die Entwicklung humanoider Roboter vereinfachen soll. Gr00t, ein Teil der Isaac Robotikplattform, ermöglicht Robotern auf Sprachbefehle zu reagieren und menschliche Bewegungen zu imitieren, wodurch sie neue Fähigkeiten erlernen können. Das vortrainierte Modell kann mit minimalen Anpassungen für individuelle Roboterprojekte verwendet werden. Zum Kern von Gr00t gehört Jetson Thor, eine abgespeckte Version des Thor-Chips mit 800 TFlops Rechenleistung und integrierter funktionaler Sicherheit. Nvidia erweitert sein Angebot außerdem um Isaac Manipulator und Perceptor für Roboterarme und verbesserte Umgebungswahrnehmung (Quelle: Golem).


Youtube führt Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte ein

YouTube fordert nun von Uploadern, künstlich generierte oder stark modifizierte Inhalte zu kennzeichnen. Diese Vorschrift gilt für Videos, die Personen, Ereignisse oder Orte in unrealistischer Weise wiedergeben. Insbesondere bei sensiblen Themen wie Nachrichten oder Wahlen wird ein Hinweis auf KI-Modifikationen direkt im Video angezeigt. Die Plattform nutzt auch eigene KI-Werkzeuge, um unmarkierte Fälschungen zu identifizieren. Verstöße können finanzielle Verluste oder den Ausschluss von der Plattform nach sich ziehen. Nur visuelle Änderungen, die den Sinn nicht beeinflussen, sind von der Markierungspflicht befreit. Mit dieser Maßnahme setzt YouTube seine Ankündigungen zur Transparenz von KI-gestützten Inhalten um und adressiert die zunehmende Verbreitung generativer KI-Technologien (Quelle: Heise).


Threads führt “Trending-now”-Feature ein

Metas Kurznachrichtendienst Threads, der als Konkurrent zu X (vormals Twitter) ins Leben gerufen wurde, ringt um Marktanteile und führt nun in den USA für alle Nutzer das “Trending-now”-Feature ein. Dies soll durch Hervorhebung zentraler Hashtags die Dynamik der Plattform erhöhen, da es bisher an der Möglichkeit mangelte, bedeutende Ereignisse und politische Diskussionen plattformübergreifend zu verbreiten. Die Implementierung der Trends erfolgt KI-gestützt und ein spezielles Team gewährleistet die Einhaltung von Metas Sicherheitsrichtlinien. Darüber hinaus plant Meta die Integration in das Fediverse, um Threads noch besser zu vernetzen (Quelle: ComputerBase).


Google-Framework “Vlogger” setzt neue Maßstäbe bei Videoerstellung

Google-Forscher haben eine bahnbrechende Methode vorgestellt, die es ermöglicht, realistische Videos aus einem einzigen Bild und Audioaufnahmen zu generieren. Die Innovation, entwickelt von Doktorand Enric Corona und seinem Team, nutzt eine zweistufige Pipeline, um fotorealistische Sprechvideos zu erstellen, ohne auf Trainingsdaten der abgebildeten Personen angewiesen zu sein. Das Verfahren erlaubt es, Körperbewegungen zu simulieren und die Inhalte der Videos zu kontrollieren. Neben der Anpassung von Details wie Gesichtsausdrücken kann Vlogger Videos auch in verschiedene Sprachen übersetzen, obwohl die Lippenbewegungen manchmal nicht perfekt synchronisiert sind. Damit setzt das Projekt neue Maßstäbe in der Videoproduktion mittels KI (Quelle: Heise).


Großschlag gegen Darknet-Marktplatz Nemesis

Unter Federführung der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und mit Beistand von FBI, DEA und IRS-CI hat das Bundeskriminalamt den Darknet-Marktplatz “Nemesis Market” zerschlagen. Zugänglich über das Tor-Netzwerk, diente die Plattform primär dem Handel mit Drogen und Cybercrime-Services. In einer synchronisierten Operation wurden Server in Deutschland und Litauen deaktiviert und digitale Vermögenswerte von 94.000 Euro beschlagnahmt. Seit seiner Gründung 2021 verzeichnete Nemesis Market über 150.000 Nutzer und mehr als 1.100 Verkäufer, hauptsächlich aus dem Bereich der Cyberkriminalität. Dieser Schlag erlaubt nun vertiefte Ermittlungen gegen beteiligte Nutzer und Anbieter (Quelle: WinFuture).

Net-News der Woche 11'2024 -
Plaudern mit Marylin, GPTs auch für den Copilot, der AI Act ist da – und was sonst noch wichtig war

Plaudern mit Marylin Monroe – per Chatbot ist das jetzt “offiziell” möglich. Microsoft ändert indes das Plauder-Tool “Teams”, und wer wegen seiner Webinhalte abgemahnt wurde, muss sich um die Wayback Machine wahrscheinlich weniger Sorgen machen.

Digitale Marylin Monroe: Chatbot auf SXSW vorgestellt

Auf dem Technikfestival SXSW präsentierten Soul Machines und Authentic Brands einen innovativen Chatbot, der in der Lage ist, wie die verstorbene Hollywood-Legende Marilyn Monroe zu sprechen und zu reagieren. Dieser digitale Klon, basierend auf der ChatGPT 3.5-Technologie, verkörpert Monroe nicht nur durch textliche Reaktionen, sondern auch durch eine animierte Darstellung und deren ikonische Stimme auf einer Webseite. Authentic Brands, bekannt für das Management kommerzieller Persönlichkeitsrechte verstorbener Berühmtheiten, kooperierte mit Soul Machines, um diesen „Digital Marilyn“ Bot als Teil ihres Portfolios von „Biological AI-powered Digital People“ zu realisieren. Obwohl der Preis für die Interaktion mit der digitalen Monroe noch unbekannt ist, zielt der Service auf das kostenpflichtige Entertainment-Segment ab und verspricht Nutzern eine empathische und emotional intelligente Konversationserfahrung (Quelle: Heise)

Ein offizieller Chatbot von Marylin Monroe ist auf der SXSW zu bewundern.

Microsoft launcht Copilot GPT Builder für maßgeschneiderte KI

Microsoft hat den Start des Copilot GPT Builders, ein Tool zur Erstellung benutzerdefinierter KI-Assistenten, bekanntgegeben. Dies ermöglicht Nutzern mit Copilot-Pro-Abonnement, spezialisierte KI-Versionen für Aufgaben wie Kochen oder Reparaturen zu entwickeln. Ein Beispiel ist der Einkaufs-Copilot-GPT, der Einkaufslisten aus Mahlzeitenplänen generiert. Benutzer können ihre individuellen Copilot GPTs bearbeiten, veröffentlichen und mit anderen teilen. Einsetzen können Nutzer individualisierte Copilot-GPTs auch ohne Pro-Abonnement. Die Technologie ist bereits in Desktop-Browsern und der Mobile-Copilot-App verfügbar, mit Erweiterungen für Mobile Web und Windows Copilot in Aussicht. Der Code-Interpreter fehlt allerdings noch im Angebot (Quelle: Caschy).


Website-Betreiber haftet nicht für Wayback Machine

Nürnberger Gerichte entschieden, dass eine deutsche Stadt nicht für die Verfügbarkeit gelöschter Bilder auf der Wayback Machine des Internet Archive haftet. Der Fall entstand nach einer Urheberrechtsklage eines Stadtplandienstes, da die Stadt ohne Lizenz Kartenausschnitte online stellte. Trotz einer Zahlung von über 19.000 Euro und dem Löschen der Inhalte blieben diese im Internet Archive auffindbar. Das Oberlandesgericht Nürnberg urteilte, dass dies keine öffentliche Zugänglichmachung darstelle, da die Abrufbarkeit eingeschränkt sei. Es empfahl dem klagenden Stadtplandienst, die Berufung aus Kostengründen zurückzuziehen (Quelle: Heise).


EU-Parlament verabschiedet wegweisendes KI-Gesetz

Das EU-Parlament hat mit deutlicher Mehrheit das erste KI-Gesetz der Welt verabschiedet, welches als richtungsweisend gilt. Mit 523 zu 46 Stimmen bei 49 Enthaltungen nahmen die Abgeordneten die Verordnung an, die darauf abzielt, Risiken durch KI-Technologien zu minimieren und einen Rahmen für europäische Entwicklungen zu bieten. Trotz der breiten Zustimmung gibt es Kritik von Bürgerrechtlern, die Lücken und Ausnahmen, vor allem bei der biometrischen Überwachung, bemängeln. Der AI Act folgt einem risikobasierten Ansatz, wodurch Anwendungen nach ihrem Gefahrenpotential reguliert werden. Hochrisiko-Systeme müssen strenge Vorgaben erfüllen, während für Large Language Models separate Regelungen gelten. Kritisch gesehen werden Ausnahmen für Strafverfolgungsbehörden im Bereich biometrischer Überwachung. Formale Schritte bis zur endgültigen Verabschiedung stehen noch aus, das Inkrafttreten ist für Frühjahr 2026 geplant (Quelle: ComputerBase).


Künftig nur noch eine MS-Teams-App für Privat- und Business-Nutzer

Microsoft vereinheitlicht die Nutzung von MS Teams unter Windows 11: Mit dem Insider Preview Build 26080 führt das Unternehmen erstmals einen universalen Client ein, der es Nutzern ermöglicht, mit nur einer Anwendung auf sämtliche Konten zuzugreifen. Die im August 2023 angekündigte Neuerung lässt Anwender problemlos zwischen Arbeits-, Schul-, Uni- und privaten Konten wechseln, indem sie einfach ihr Profilbild anklicken. Trotz der Einstellung des bisherigen Endanwender-Clients können Nutzer weiterhin mehrere Konten parallel in separaten Fenstern führen. Zusätzlich wird eine intelligentere Benachrichtigungsfunktion eingeführt. Die Preview-Version ist noch im April verfügbar, die vollständige Einführung ist für Mai geplant (Heise).

Net-News der Woche 10'2024 -
Profitgier? OpenAI landet vor Gericht, Fototapeten sogar vor dem BGH – KIs werden indes immer schlauer

Elon Musk verklagt OpenAI wegen Profitgier

Elon Musk reicht eine Klage gegen OpenAI ein, beschuldigt das Unternehmen, die ursprüngliche Mission zu verlassen und sich auf Profit zu konzentrieren. Insbesondere seit der Partnerschaft mit Microsoft und der Entwicklung von GPT-4 stehe das Allgemeinwohl hinten an. Die Klage fordert die Rückkehr zu AGI-Entwicklung für die Menschheit. Musk war einst Investor, verließ das Unternehmen jedoch im Streit. OpenAI hat bereits ähnliche Klagen, darunter eine wegen Sicherheitsbedenken, zu bewältigen. Die Debatte über die Gefahren von KI erreichte im März 2023 ihren Höhepunkt, während Musk seine eigene KI-Firma gründete (Quelle: ComputerBase).


OpenAI und Figure: Humanoide Roboter werden intelligent

OpenAI kooperiert mit Figure, um humanoide Roboter mit neuen KI-Modellen auszustatten. Das Unternehmen erhält 675 Millionen US-Dollar Investment, unterstützt von Größen wie Microsoft und NVIDIA. Die Roboter könnten bald in der Fertigung und im Alltag eingesetzt werden, sogar BMW zeigt Interesse. Die Partnerschaft mit Microsoft Azure for AI verspricht eine solide Infrastruktur. Doch während einige die Potenziale bejubeln, warnen andere vor möglichen Jobverlusten durch die Automatisierung (Quelle: OnlineMarketing.de).


Claude 3 übertrifft GPT-4: Schneller, klüger, teurer

Anthropic stellt Claude 3 vor, eine neue Modellfamilie mit verbesserten KI-Chatbots, die in Tests OpenAIs GPT-4 übertreffen. Die Modelle, darunter Claude 3 Haiku, Sonnet und Opus, bieten unterschiedliche Schwerpunkte in Schnelligkeit, Kosten und Intelligenz. Opus, das leistungsfähigste und teuerste Modell, zeigt besondere Stärken in Mathematikaufgaben. Trotz standardisierter Tests, die nur begrenzt Alltagstauglichkeit zeigen, verspricht Claude 3 ein besseres Verständnis und selteneres Verweigern von Diensten. Visuelle Fähigkeiten sind vorhanden, bleiben aber exklusiv für Unternehmenskunden. Anthropic arbeitet intensiv an Sicherheitsaspekten, um Missbrauch zu verhindern und Informationsquellen transparent zu machen (Quelle: Heise).


Google: Keine direkte Faktenprüfung auf Websites

Google prüft keine Fakten direkt auf Websites, wie Danny Sullivan auf Twitter bestätigte. Die Suchqualität steht dennoch auf dem Prüfstand, da Fake News und zweifelhafte Inhalte die Nutzererfahrung beeinträchtigen. Google verlässt sich auf Algorithmen, um vertrauenswürdige Quellen zu identifizieren und nutzt Konsens als Signal für Qualität. Die direkte Überprüfung von Fakten bleibt jedoch aus. Trotzdem versucht Google, Nutzern verlässliche Informationen bereitzustellen, um ihren Ansprüchen und den Anforderungen der Rankingsysteme zu genügen (Quelle: SEO Südwest).


Fototapeten-Streit erreicht Bundesgerichtshof

Am 27. Juni verhandelt der Bundesgerichtshof drei Fälle, die die Urheberrechte an Fototapeten betreffen. Ausgelöst wurden die Verfahren durch den deutschen Fotografen Stefan Böhme, der Menschen abmahnt und verklagt, die online Bilder oder Videos zeigen, auf denen seine Fototapeten im Hintergrund zu sehen sind. Ein bekannter Fall ist die Verurteilung einer Ferienwohnungsvermieterin durch das Landgericht Köln zu Schadenersatz wegen der unerlaubten Veröffentlichung einer fototapezierten Wand. Andere Gerichte, wie das Oberlandesgericht Düsseldorf, urteilten gegensätzlich, indem sie argumentierten, Böhme habe durch sein Handeln einer Nutzung der Bilder zugestimmt. Der Bundesgerichtshof wird mit diesen Revisionen möglicherweise Grundsatzentscheidungen treffen, die Auswirkungen auf die Urheberrechtslage bei der Verwendung von Fototapeten haben könnten (Quelle: Heise).

Net-News der Woche 9'2024 -
Spionage in Snack-Automaten und im Kinderzimmer, Gemini am Arbeitsplatz und KI im Auto – die News der Woche

Verkaufsautomaten spionieren Kunden aus: Skandal um Gesichtserkennung

Ein Windows-Fehler auf einem M&M-Verkaufsautomaten an der Universität Waterloo entlarvte ein Überwachungssystem. Reddit-Nutzer SquidKid47 entdeckte die Anomalie und löste damit eine Debatte aus. Hersteller Invenda bestätigte die Gesichtserkennung zur gezielten Werbung. Student River Stanley veröffentlichte seine Recherche in der Uni-Zeitung und warnt vor Datenschutzverletzungen. Ähnliche Vorfälle bei Cadillac Fairview belegen das Risiko. Invenda behauptet DSGVO-Konformität, doch die Uni Waterloo fordert die Deaktivierung der Software. Das Unternehmen expandiert trotzdem in Deutschland und bedient große Kunden wie Mars und Coca-Cola (Quelle: Heise).


Google integriert Gemini AI in Google Workspace

Google ersetzt sein KI-Angebot durch Gemini for Google Workspace, integriert Gemini mit Apps wie Docs und Gmail, und bietet zwei Abrechnungsmodelle an. Gemini Business kostet 20 $/Benutzer/Monat, während Gemini Enterprise 30 $/Benutzer/Monat verlangt. Bestehende Kunden werden automatisch auf Gemini Enterprise umgestellt. Google verspricht neue Chatterfahrungen und Funktionen wie KI-gestützte Meetings. Experten sind skeptisch, ob Unternehmen die zusätzlichen Ausgaben für GenAI-Funktionen rechtfertigen können. Dennoch wird Gemma, eine neue Familie offener Modelle, eingeführt, um KI für Entwickler zugänglicher zu machen (Quelle: Computerwoche).


Microsoft baut KI-Macht aus: Partnerschaft mit französischem Startup Mistral

Microsoft verkündet eine Partnerschaft mit dem französischen AI-Startup Mistral. Die Modelle werden über Azure abrufbar sein und nutzen Supercomputer-Kapazitäten. Mistral, gegründet von Ex-Meta und Google DeepMind Entwicklern, sammelte bereits 2 Mrd. Euro ein. Das Startup gilt als europäischer OpenAI-Konkurrent. Mit neuen Modellen, darunter das größte Large Language Model Mistral Large, fordert es GPT-4 heraus. Microsoft intensiviert AI-Partnerschaften, doch die EU prüft, ob diese den Wettbewerbsregeln entsprechen. Mistral-Deal steht unter genauer Untersuchung (Quelle: ComputerBase).


Bosch und Microsoft rüsten Fahrerassistenzsysteme mit KI auf

Bosch und Microsoft schließen eine bahnbrechende Kooperation, um die Leistung von Fahrerassistenzsystemen mittels generativer KI zu steigern. Durch die Fusion von Bosch’s KI-Expertise und Microsoft’s Zugang zu Fahrzeugsensordaten sollen Unfallsituationen präziser erkannt und entsprechend reagiert werden. Die potenzielle Veränderung der Industrie wird mit der Einführung generativer KI verglichen. Bosch investiert zudem intensiv in KI-Schulungen für Mitarbeiter, da 58 Prozent der Befragten den Einsatz von KI als immer wichtiger für die berufliche Weiterbildung betrachten (Quelle: Golem).


Smartes Spielzeug: Kaspersky entdeckt Sicherheitslügen in KI-Spielzeug

Nachricht: Sicherheitsforscher von Kaspersky entdecken in einem beliebten smarten Spielzeugroboter gravierende Schwachstellen. Hacker könnten unbemerkt mit Kindern interagieren, sensible Daten abgreifen und sogar die Kamera und das Mikrofon des Roboters fernsteuern. Die Sicherheitslücken betreffen auch die zugehörige Eltern-App. Der Hersteller bleibt anonym, aber das betroffene Android-basierte Gerät ist in Deutschland weit verbreitet. Kaspersky empfiehlt Eltern, Vorsicht walten zu lassen und die Sicherheit ihrer Kinder beim Spielen mit smarten Spielzeugen im Blick zu behalten (Quelle: Golem).

Net-News der Woche 8'2024 -
Bedrohung durch KI-Missbrauch, Gemini übertreibt Diversität, optische Computer serienreif – und was sonst noch wichtig war

Staatsakteure im Visier: OpenAI und Microsoft schließen fünf gefährliche Konten

In einer gemeinsamen Aktion haben OpenAI und Microsoft fünf Konten von Bedrohungsakteuren geschlossen, die mit China, Russland, Nordkorea und dem Iran in Verbindung stehen. Diese Akteure nutzten KI, darunter ChatGPT, für bösartige Cyberaktivitäten. Die Forschungsergebnisse betonen die aufkommenden Bedrohungen im Zeitalter von KI, darunter Prompt-Injections und Missbrauch von großen Sprachmodellen. Microsoft und OpenAI haben Grundsätze eingeführt, um solche Bedrohungen zu bekämpfen, darunter die Deaktivierung von Konten und den Austausch von Informationen mit anderen KI-Diensteanbietern (Quelle: Heise).


Forscher entwickeln serienreifen optischen Computer

Forscher der University of Pennsylvania präsentieren einen optischen KI-Beschleuniger, der in herkömmliche Silizium-Chips integriert werden kann. Die Technologie verspricht eine deutliche Effizienzsteigerung bei KI-Berechnungen. Doch trotz vielversprechender Ansätze stoßen optische Computer an ihre Grenzen: Die fest integrierten Koeffizienten machen die Matrix unveränderbar, was ihre Flexibilität einschränkt. Trotzdem könnten sie im Inferencing-Bereich nützlich sein. Die Zukunft optischer Computer als vollwertige Alternative zu digitalen Prozessoren bleibt jedoch fraglich (Quelle: Golem).


Signal: Nutzernamen statt Rufnummern

Signal führt neue Funktionen ein, um die Privatsphäre der Nutzer zu stärken. Künftig können Nutzer ihre Telefonnummer verbergen und Chats über Nutzernamen beginnen. Die Einstellungen erlauben es, zu entscheiden, wer die Nummer sehen kann. Zudem können Nutzer, die ihre Nummer nicht weitergeben möchten, über Nutzernamen kontaktiert werden. Diese Funktionen befinden sich derzeit in der Betaphase und werden in den nächsten Wochen für alle Nutzer verfügbar sein (ComputerBase).


Google überrascht mit Gemma: Open-Source-KI für anspruchsvolle Aufgaben

Google hat überraschend Gemma, zwei Open-Source-KI-Modelle, präsentiert. Gemma, im Vergleich zum geschlossenen Gemini-Modell kleiner, bietet Einblick in dessen Grundlagen. Es eignet sich für einfachere Chatbots und Textarbeiten, übertrifft jedoch in mathematischen Berechnungen und Programmierung Modelle wie LLaMA 2 und Mistral. Mit Varianten von 2 bis 7 Milliarden Parametern und einer Fokussierung auf Englisch, bietet Gemma Möglichkeiten für Forschung und Entwicklung. Google betont den Schutz persönlicher Daten und fördert KI-Innovationen durch kostenlose Zugänge und Cloud-Gutschriften (Quelle: Heise).


Bilder-Stop für Gemini: Bemühungen um Diversität schossen übers Ziel

Google bestätigt: Der AI-Chatbot Gemini generiert vorübergehend keine Bilder von Menschen, da historische Darstellungen Unstimmigkeiten aufweisen. In NS-Uniformen wurden Schwarze und Asiaten gezeigt. Google arbeitet an einer Lösung, um diskriminierende Verhaltensweisen zu korrigieren. Die AI strebt Vielfalt an, reproduziert jedoch Stereotype. Google gesteht ein, das Ziel überschritten zu haben. Die Probleme entstehen auch durch Missverständnisse bei der Textinterpretation. Dieser Vorfall zeigt die Herausforderungen bei der Entwicklung ethisch korrekter KI-Systeme auf (Quelle: ComputerBase).

Net-News der Woche 7'2024 -
Keine KI-Bilder von Trump und Biden, neues Text2Video-Modell, und der Betriebsrat kann ChatGPT nicht verbieten

Midjourney erwägt einjährige Sperrung von Trump- und Biden-Bildern wegen Deepfake-Gefahr

Midjourney, ein führender Anbieter generativer AI-Tools, erwägt, politische Bilder von Trump und Biden für ein Jahr zu sperren, um Deepfake-Risiken im US-Wahlkampf zu mindern. CEO David Holz bestätigte die Pläne, um sich aus der Wahlkampfarena zurückzuziehen. Die Maßnahme soll dem Schutz vor Desinformation dienen, folgt einem Vorfall mit Fake-Trump-Bildern. Andere KI-Entwickler wie Adobe und Microsoft rüsten sich ebenfalls gegen Deepfakes. Experten warnen jedoch vor der Effektivität solcher Blockaden und betonen, dass Nutzer stets Wege finden, Sicherheitsmechanismen zu umgehen (Quelle: ComputerBase).

KI-generierte Bilder von Trump und Biden auf zwei Bildschirmen
Bilder von Trump und Biden: Für Midjourney vorerst tabu? (Bild: KI)

OpenStreetMap: Dynamische Vektorkacheln kommen

OpenStreetMap (OSM) kündigt die Einführung von Vektorkartenkacheln auf openstreetmap.org an. Diese bahnbrechende Technologie ermöglicht eine dynamische Anpassung des Kartenstils ohne Datenänderung. Benutzer können sich auf eine moderne Kartendarstellung mit nahtlosem Zoom freuen. Zukünftig eröffnet dies die Tür für 3D-Karten, effizientes Datenmanagement und thematische Anpassungen. OSM setzt den Standard für interaktive Karten neu (Quelle: Caschy).


ChatGPT: KI bekommt Gedächtnis

OpenAI stärkt ChatGPTs Fähigkeiten mit einem „Gedächtnis“. Der Bot kann nun Nutzerinformationen speichern und für künftige Interaktionen nutzen. Die Reaktionen reichen von Begeisterung bis hin zu Datenschutzbedenken. Nutzer können dem Bot mitteilen, was er sich merken soll, oder ihn autonom Informationen sammeln lassen. OpenAI verspricht Kontrolle über gespeicherte Daten und bietet Optionen zur Verwaltung und Deaktivierung des „Gedächtnisses“. Die breitere Verfügbarkeit steht noch aus, während das Unternehmen das Feature mit einer kleinen Testgruppe erprobt (Quelle: WinFuture).


ChatGPT bleibt im Betrieb: Arbeitsgericht weist Verbot ab

Das Arbeitsgericht Hamburg hat den Antrag eines Betriebsrats abgelehnt, den Einsatz von ChatGPT zu untersagen. Das KI-Tool läuft im Browser und fällt unter mitbestimmungsfreies Arbeitsverhalten. Das Unternehmen, ein globaler Hersteller im Bereich der Medizintechnik, hatte bereits Richtlinien zur Nutzung von KI-Tools veröffentlicht. Der Betriebsrat scheiterte mit seinem Versuch, ChatGPT zu verbieten (Quelle: Golem).


Sora: OpenAI präsentiert neues Text-zu-Video-Modell

OpenAI präsentiert stolz ihr jüngstes Produkt “Sora”, ein Text-zu-Video-Modell, das auf DALL·E und GPT basiert. Trotz eindrucksvoller Demovideos gesteht das Unternehmen ein, dass Sora noch nicht perfekt ist und gelegentlich kuriose Ergebnisse liefert. Das Modell kann bis zu 60-sekündige Videosequenzen generieren und sogar Kamerabewegungen berücksichtigen. OpenAI betont die Zusammenarbeit mit Experten, um Sicherheitsaspekte wie Fehlinformation und Voreingenommenheit anzugehen. Der Zugriff auf Sora bleibt vorerst auf wenige Nutzer beschränkt, um Feedback zu sammeln (Quelle: Caschy).

Net-News der Woche 6'2024 -
Raubzug per KI-Avatar, Bluesky ohne Wartezeit, Bard heißt jetzt Twix – ach ne, Gemini

Google beendet Cache-Dienst

Google hat den hauseigenen Cache-Dienst beendet, wie über Twitter mitgeteilt wurde. Der US-Konzern begründet die Einstellung mit besserer Webseitenverfügbarkeit. Ursprünglich half der Cache Nutzern, nicht erreichbare Seiten zu öffnen. Googles Indexierungscrawler erfassten Webseiteninhalte, die Kopien waren lange öffentlich einsehbar, um Offline-Seiten oder Änderungen zu verfolgen. Speicherplatzersparnis könnte ein Grund für Googles Entscheidung sein. Der Cache-Link verschwand bereits in der Vergangenheit vorübergehend. Als Alternative könnte ein Link zum Internet Archive kommen, eine Kooperation steht jedoch aus. Betreiber können weiterhin in der Search Console die Crawler-Sicht ihrer Webseite prüfen (Quelle: Heise).


Betrug per Fake-Videokonferenz: 23 Millionen Euro weg

In Hongkong haben Betrüger bei einem internationalen Unternehmen über 23 Millionen Euro erbeutet. Sie bedienten sich der “Chef-Masche” und inszenierten eine Videokonferenz, die mutmaßlich auf künstlicher Intelligenz basierte. Fälschlicherweise glaubten die Angestellten, mit dem Finanzvorstand und Kollegen zu kommunizieren. Nachweise durch Instant Messenger verstärkten die Täuschung. Erst eine Woche nach der Überweisung fiel der Betrug auf. Die Polizei rät zu Wachsamkeit und gezielten Nachfragen bei ungewöhnlichen Zahlungsaufforderungen. Bisher gibt es keine Verdächtigen (Quelle: Spiegel).


Twitter-Alternative Bluesky ohne Warteliste

Twitter-Mitgründer Jack Dorseys Projekt Bluesky öffnet seine Pforten für die Allgemeinheit. Mit bisher drei Millionen Nutzern hat die dezentrale, Open-Source-basierte Plattform die Wartelisten entfernt und fördert nun den freien Zugang. Bluesky unterscheidet sich von Mastodon durch ein eigenes Protokoll und plant, die Vernetzung eigenständiger Instanzen zu ermöglichen. Diese Entwicklung könnte im Wettbewerb mit anderen Diensten, wie Metas Threads, die ebenfalls auf Open-Source setzen, signifikante Auswirkungen haben. Blueskys Fokus auf freier Wechselbarkeit und Dezentralisierung positioniert sie als starken Twitter-Konkurrenten (Quelle: t3n).


OLG Dresden: Facebook-Kontosperrung ohne Anhörung nur im Ausnahmefall rechtens

Das Oberlandesgericht Dresden urteilte gegen Meta Platforms, dass Nutzerkonten in sozialen Netzwerken nur in Ausnahmefällen ohne Vorwarnung deaktiviert werden dürfen. Bei schweren Verstößen wie “kinderpornografische Bilder” sei dies zwar möglich, jedoch muss der Betreiber die Notwendigkeit nachweisen und die Grundrechte abwägen. Im aktuellen Fall verstieß Meta gegen eigene Richtlinien, indem es ein Nutzerkonto ohne Abmahnung dauerhaft sperrte. Das OLG ordnete die teilweise Wiederherstellung des Kontos an und verpflichtete Meta zur Übernahme der Anwaltskosten und eines Teils der Prozesskosten. Meta hat auf Anfragen nicht reagiert (Quelle: Heise).


Google benennt Bard um und launcht Gemini Advanced

Google bringt mit Gemini Advanced eine neue starke KI-Version heraus, die OpenAIs GPT-4 trotzt. Die Weiterentwicklung des Chatbots Bard, nun unter Gemini gelistet, verspricht insbesondere bei komplexen Aufgaben Fortschritte. Das Ultra-Modell des Assistenten ist für 19,99 US-Dollar monatlich über Google One AI Premium zugänglich, inklusive Cloud-Services. Gemini integriert sich zudem in Apps wie Gmail und Docs, konkurriert direkt mit Microsofts Copilot. Eine Smartphone-App mit Text- und Sprachsteuerung sowie Bildverarbeitung startet in den USA und soll global erweitert werden (Quelle: ComputerBase).