Seit 1998 Journalist, habe ich alle bisherigen Phasen des digitalen Wandels in unserer Branche miterlebt. Von der Art, wie wir recherchieren, über unsere Möglichkeiten und Werkzeuge, Geschichten zu erzählen bis hin zu der Art, wie unsere Rezipienten unsere Inhalte aufnehmen, ist nichts davon unberührt geblieben. Als Dozent helfe ich angehenden Online-Redakteuren, das Wissen um diese Möglichkeiten und Fakten für ihre Arbeit zu nutzen.
Jazz ist Jazz, Swing ist Swing, House ist House – dass Songs eines bestimmten Genres elementare Übereinstimmungen aufweisen, ist weder überraschend noch verwerflich. Problematisch wird es aber, wenn ein frisch komponierter Song einem bekannten Hit fast zum Verwechseln ähnlich ist. Noch problematischer wird das ganze, wenn eine KI den Song komponiert hat.
Die Verwertungsgesellschaft Gema hat eine Klage gegen das KI-Unternehmen Suno eingereicht. Suno bietet ein KI-Tool zur Erstellung von Musikstücken an, das laut Gema urheberrechtlich geschützte Werke ohne Erlaubnis verwendet. Die Gema behauptet, dass die generierten Stücke in Melodie, Harmonie und Rhythmus weltbekannten Werken ähneln. Sie wirft Suno vor, ihr Repertoire für das KI-Training genutzt zu haben, ohne die Urheber finanziell zu beteiligen (Quelle: Spiegel).
Wer die Wahrheit sagt, macht sich nicht nur Freunde.
Das hat Mark Zuckerberg erkannt. Wahrheit hat für den Meta-Konzern keine Priorität mehr, in den USA wurden die Faktenchecker vor die Tür gesetzt.
Das hat auch OpenAI erkannt. Sein ChatGPT durchsucht das Netz nicht mehr neutral, sondern priorisiert oft Informationen, die der nicht gerade für Faktentreue bekannte Axel-Springer-Verlag beigesteuert hat.
Da erlaubt sich Google geradezu einen Anachronismus: Sein Gemini bekommt seine Infos künftig unter anderem von der Associated Press, kurz AP.
Die AP gilt als eine der wichtigsten und größten Nachrichtenagenturen weltweit. Sie versorgt über 12.000 Kunden in 94 Ländern mit Nachrichten und hat 59 Pulitzer-Preise gewonnen. AP-Inhalte sind faktengeprüft. Die Wahrscheinlichkeit, dass Gemini zu aktuellem Geschehen korrekte Informationen liefert, steigt damit immens.
Bleibt nur die Frage, ob sich das für Google lohnt. Denn wer die Wahrheit sagt, macht sich nicht nur Freunde.
Zum Hintergrund: Google kooperiert künftig mit Associated Press (AP), um die Gemini-App mit aktuellen Nachrichten zu versorgen. AP liefert einen Echtzeit-Newsfeed, der die KI-Antworten in Gemini mit tagesaktuellen Informationen anreichert. Diese Partnerschaft folgt ähnlichen Kooperationen bei anderen KI-Suchen und verspricht schnellere Verfügbarkeit aktueller Inhalte (Quelle: SEO Südwest).
ChatGPT führt mit “Tasks” eine Funktion ein, die zeitgesteuerte Aufgaben ermöglicht. Nutzer können per Eingabe Aufgaben planen, wie Erinnerungen zu bestimmten Zeiten. Eine Übersicht der geplanten Aufgaben ist ebenfalls abrufbar. Dieses Feature steht derzeit als Beta-Version für zahlende Plus-, Team- und Pro-Nutzer zur Verfügung. Mit dieser Erweiterung entwickelt sich ChatGPT zunehmend zu einem umfassenden Assistenten (Quelle: SEO Südwest).
OpenAI & Co. haben ihren Schützlingen einige ethische Schranken eingebaut, die verhindern sollen, dass böswillige Zeitgenossen mit ihrer Hilfe Verbrechen begehen.
Wie wirksam diese Schranken sind, hat ein Ingenieur kürzlich anschaulich gemacht, als er eine Art Roboter vorführte, der auf gesprochene Anweisungen hin ein Gewehr in die gewünschte Richtung abfeuerte. ChatGPT, dessen „Intelligenz“ in diesem Roboter steckte, hat ganz offenbar nicht die leiseste Schießhemmung.
Bei OpenAI war man nicht angetan: Der Ingenieur verlor sofort sein Benutzerkonto, und darf in Zukunft ChatGPT nicht mehr verwenden.
Der Ingenieur wollte mit seiner Entwicklung wohl nur ein Konzept beweisen, und die abgefeuerten Projektile waren de facto völlig ungefährlich. Seine Entwicklung zeigt aber, welches schädliche Potenzial in KI schlummert.
Gleichzeitig war seine Sperrung eine der mutigsten Aktionen, die ein Big Tech-Unternehmen in der letzten Woche gewagt hat.
Die NRA hat zwar nicht explizit das in der US-Verfassung verankerte Recht auf das Tragen von Waffen auch für KIs geltend gemacht. Aber immerhin hat OpenAI der Waffenlobby einen vorauseilenden Gehorsam verweigert.
In einer Zeit, in der der Rest von Big Tech in erster Linie auf „bloß keinen Ärger“ setzt, darf dieser Schritt als mutig gelten.
Wir werden in diesem Jahr wohl die kleinen Überraschungen feiern müssen.
Zum Hintergrund: Ein Ingenieur hat ein ChatGPT-gesteuertes Robotergewehr entwickelt, was zur sofortigen Sperrung seines OpenAI-Kontos führte. Das System reagiert auf Sprachbefehle und kann automatisch zielen und feuern. Ein virales Video zeigt die Waffe in Aktion, die auf verbale Anweisungen reagiert und ihre Ausrichtung anpasst. OpenAI begründet die Sperrung mit Verstößen gegen die Nutzungsrichtlinien, insbesondere das Verbot der Waffenentwicklung mit ihrer KI-Technologie. Der Vorfall löste Diskussionen über die potenziellen Gefahren von KI-gesteuerten Waffensystemen aus (Quelle: Golem).
Viren existieren nicht. Die Mondlandung war eine Hollywood-Inszenierung. Die Erde ist flach. Willkommen in der Zukunft.
Noch vor ganz kurzem war es schwer, Menschen via Instagram oder Facebook über diese Fakten in Kenntnis zu setzen. „Faktenchecker“ lauerten geradezu darauf, besserwisserisch auf anderslautende wissenschaftliche Erkenntnisse hinzuweisen. Doch damit ist jetzt Schluss.
Wer je eine Schule besucht, oder gar in den dort genutzten Büchern gelesen hat, kann ermessen, wie viel Rückgrat es Mark Zuckerberg abverlangt hat, sich dem bildungsbürgerlichen Mainstream entgegenzustemmen. Schluss mit der Besserwisserei bei Meta.
Wie wichtig und richtig dieser Schritt ist, das kann jeder nachempfinden, dessen Weltbild schon einmal mit Fakten kollidiert ist. Das kann richtig weh tun. Dabei ließen sich solche Kollisionen leicht vermeiden, könnte man sich seine Fakten einfach selbst aussuchen. Kann man jetzt. Willkommen in der Zukunft.
Zum Hintergrund: Meta-Chef Mark Zuckerberg kündigt radikale Änderungen bei der Moderation von Facebook und Instagram an. Die Zusammenarbeit mit Faktencheckern wird beendet, Inhaltsrichtlinien vereinfacht und Moderationsteams nach Texas verlagert. Zuckerberg begründet den Schritt mit der Rückkehr zu den „Wurzeln“ und dem Wunsch, die „freie Meinungsäußerung wiederherzustellen“. Kritiker befürchten eine Zunahme von Fehlinformationen. Die Neuausrichtung betrifft auch die Plattform Threads und soll in Zusammenarbeit mit dem designierten US-Präsidenten Donald Trump umgesetzt werden (Quelle: Heise).
Meta hat 28 KI-gesteuerte Profile auf Facebook und Instagram abgeschaltet. Diese waren Teil eines Experiments aus dem Jahr 2023. Die Entscheidung folgte auf Kritik, nachdem ein Meta-Vizepräsident die Zukunft sozialer Medien in KI-betriebenen Profilen sah. Die KI-Charaktere, darunter “Liv” und “Carter”, waren als von Meta betrieben gekennzeichnet, konnten aber nicht blockiert werden. Meta betont, die Abschaltung diene der Fehlerbehebung und stehe nicht im Zusammenhang mit künftigen Produktplänen. Von Nutzern erstellte Chatbots bleiben aktiv (Quelle:Golem).
Er ist schnell, er ist erweiterbar, er hat KI an Bord – und mehr als neun von zehn Nutzern ist er egal: Was fehlt Microsoft Edge?
Unter allen W-Fragen ist die nach dem Warum wohl am schwersten zu beantworten. Nicht einmal ich selbst kann sagen, warum ich dem Google Chrome fast immer den Vorzug gebe, wenn ich die Wahl habe.
Dabei hat der Edge mit dem Copilot-Button oben rechts sogar einen echten Vorzug. Dessen bin ich mir durchaus bewusst. Will ich mir beispielsweise schnell eine Zusammenfassung zu einem längeren Video geben lassen, kopiere ich dessen Url vom Chrome in den Edge, wecke den Copiloten und frage ihn nach den wichtigsten Erkenntnissen, die das Video bereithält.
Und dann mache ich wieder mit dem Chrome weiter.
Vielleicht, nur vielleicht, hat es etwas mit dem News-Angebot zu tun, das mir der Edge bei jedem Start ungefragt um die Ohren haut, und das mir – schon wegen eines Niveaus auf BILD-Level – augenblicklich die Laune verdirbt. Der Newsfeed ließe sich natürlich mit ein paar Mausklicks abschalten, aber stattdessen gleich den Chrome aufzurufen, kostet nur einen Mausklick. Bin ich wirklich so faul?
Oder ist es die schlichte Gewohnheit, auf das grün-rot-gelbe Symbol zu klicken, die mich das dunkelblau-hellblau-grüne Symbol in dessen unmittelbarer Nachbarschaft ignorieren lässt?
Gewohnheiten sind mächtig, aber sie sind auch veränderbar. Gewohnheiten verfestigen sich durch Belohnungen – respektive durch etwas, das der sich gewöhnende Mensch als Belohnung empfindet. Und nun frage ich mich: Womit belohnt Google mich, wenn ich den Chrome starte? Und womit mich Microsoft, wenn ich den Edge aufrufe?
Ich kann noch nicht den Finger auf die Antwort legen. Welchen Browser nutzt du? Und womit belohnt dich dein Browser?
Zum Hintergrund: Microsoft Edge kommt trotz zahlreicher KI-Funktionen bei Nutzern nicht richtig an. Der Browser erreicht laut aktuellen Zahlen nur einen Marktanteil von 5,6%. Obwohl Microsoft massiv in KI-Features wie Copilot investiert, bleibt Google Chrome mit über 65% Marktanteil unangefochtener Marktführer. Experten sehen Gründe in der mangelnden Differenzierung und Microsofts aggressiver Vermarktung, die bei vielen Nutzern auf Ablehnung stößt. Auch datenschutzrechtliche Bedenken spielen eine Rolle (Quelle: Heise).
Ein 35 Jahre altes Microsoft-Word-Tutorial erlebt auf YouTube eine unerwartete Renaissance. Der fast zweistündige Clip, in dem Randy Smith die Funktionen einer frühen Word-Version erklärt, hat über 3 Millionen Aufrufe erreicht. Nutzer berichten, dass Smiths monotone Stimme und das veraltete Thema als effektive Einschlafhilfe dienen. Der Rentner aus Florida zeigte sich überrascht von seinem späten Ruhm. Das Video, ursprünglich für einen Workshop aufgenommen, wurde 2014 unter dem Titel “Das langweiligste Video der Welt” hochgeladen und hat seitdem tausende Kommentare von dankbaren Schlafsuchenden erhalten (Quelle: t3n).
Ich maße mir nicht an zu beurteilen, ob auf X pro menschlichem Nutzer mehr oder weniger KI-Bots unterwegs sind als damals, als die Plattform noch Twitter hieß. Misst man Elon Musk an seiner Kritik, bevor er Twitter übernahm, dann müssten es eigentlich weniger geworden sein.
Offenbar vermuten das auch Mark Zuckerberg und sein Facebook-Team. Diesen Schluss lässt jedenfalls lässt ihre aktuellste Idee zu, wie sie das Niveau von Facebook heben wollen. Mit mehr Bots.
Was in der Diskussion um das ins Bodenlose gestürzte Niveau auf Twitter leicht übersehen wird: Auch das Niveau auf Facebook und dem Rest der nur noch dem Namen nach sozialen Netze ist auf Talfahrt.
Wer auf Instagram einen Blick in die Kommentare wirft, merkt: Zum Verfassen der Kommentare muss mancher seinen Dolch kurz zwischen die Zähne klemmen. Zu den Beiträgen auf dem Business-Netzwerk LinkedIn gesellt sich zwischen Selbstbeweihräucherung und Geschäftsanbahnung immer öfter unverhohlener Hass. Selbst das als freundliche X-Alternative gestartete Threads ist nicht mehr freundlich, sondern bestenfalls etwas weniger unfreundlich.
Dass es nicht viel bringen wird, Appelle an seine Nutzer zu richten, scheint Zuckerberg und Co. klar zu sein. Nur Musk hat damit noch Erfolg, aber der strebt ja kein höheres Niveau an, sondern bloß die Weltherrschaft.
Bevor das passiert: Lasst die Bots los. Vielleicht machen die ja aus irgendwas doch noch wieder ein Wohlfühl-Netzwerk.
Zum Hintergrund: Meta plant, KI-generierte Charaktere in seine sozialen Netzwerke zu integrieren, um die Nutzerinteraktion zu steigern. Diese virtuellen Persönlichkeiten sollen eigene Profile und Biografien erhalten sowie selbstständig Inhalte erstellen und teilen können. Ziel ist es, die Plattformen für die jüngere Generation attraktiver zu gestalten und im Wettbewerb mit Konkurrenten wie Snapchat und TikTok zu bestehen. Neben den KI-Charakteren plant Meta auch die Einführung eines Text-zu-Video-Generators. Diese Innovationen sollen die Art und Weise, wie Nutzer mit digitalen Inhalten interagieren, grundlegend verändern (Quelle: Golem).
OpenAI hat sein Text-zu-Video-System Sora offiziell veröffentlicht. Das KI-Tool ermöglicht die Erstellung realistischer Videos basierend auf Text- oder Bildeingaben. Nutzer benötigen ein kostenpflichtiges ChatGPT-Abonnement, wobei die Funktionen je nach Abo-Stufe variieren. Sora kann Videos bis zu 20 Sekunden Länge und in 1080p-Auflösung generieren.
Trotz beeindruckender Ergebnisse zeigen sich noch Schwächen wie unrealistische Physik. Das Tool ist derzeit nicht in der EU verfügbar. OpenAI sieht sich Kritik aus der Filmbranche gegenüber. Das Thema KI ist allerdings längst in Hollywood angekommen, zumal auch OpenAIs Konkurrenten wie Runway und Adobe ähnliche Funktionen anbieten (Quelle: Computerbase).
Es ist jetzt etliche Jahre her. Ich hatte da erst vor kurzem meine Ausbildung abgeschlossen. Damals führte das Unternehmen, in dem ich arbeitete, gerade Microsoft Office ein. Und ich hatte eine Einladung von Microsoft bekommen, um in einem Ein-Tages-Seminar die Grundlagen von Excel zu lernen.
„Das brauchen wir nicht“, entschied mein Chef, als ich ihm die Einladung zeigte, „wir haben hier unsere eigene Weiterbildung.“
Auf die musste ich allerdings noch einige Jahre warten, bis dahin war dieser Chef bereits in den Ruhestand gegangen. In der Zwischenzeit nutzte ich Excel so gut, wie ich es mir eben selbst beibringen konnte. Ich bin ein ganz brauchbarer Autodidakt, aber manches dauert eben länger, wenn man es sich per Versuch und Irrtum selbst beibringen muss. Für mich war diese Zeit bezahlte Arbeitszeit. Für meinen Arbeitgeber auch, und der hätte garantiert ein besseres Geschäft gemacht, wenn ich an dem Seminar hätte teilnehmen dürfen.
In genau dieser Situation befinden sich viele Unternehmen heute wieder.
Sie investieren relativ viel Geld in KI, und in entsprechend ausgestattete Hardware. Und ihre Führungskräfte verschwenden viel Geld, weil sie nicht in Schulungen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter investieren (dürfen?). Dass die erwarteten Effizienzgewinne ausbleiben, verwundert niemanden, der sich mehr als nur ganz oberflächlich mit KI beschäftigt hat.
Darunter scheinen allerdings nicht viele Führungskräfte zu sein.
Darum geht’s: Intel hat in einer Umfrage festgestellt, dass Anwender von KI-PCs langsamer arbeiten als Nutzer herkömmlicher Computer. Der Chiphersteller sieht den Grund in unzureichender Aufklärung über die Nutzung der neuen Technologie. Trotz der Erwartungen, dass KI die Effizienz steigern sollte, verbringen Nutzer mehr Zeit mit Routineaufgaben wie E-Mail-Management. Intel betont, dass das Potenzial der KI-PCs noch nicht ausgeschöpft wird, da viele Anwender Schwierigkeiten haben, effektiv mit KI-Tools zu interagieren. Die Studie zeigt auch, dass 86 Prozent der Verbraucher noch nie von einem KI-PC gehört haben oder einen solchen genutzt haben (Quelle: Heise).
Die ultimative KI für Text? Nachdem ich ChatGPT das erste Mal genutzt hatte, war ich sicher, “ChatGPT ist genial.”
Nachdem ich ChatGPT ein paar Wochen lang genutzt hatte, wurde mir klar, “Im Gegenteil: ChatGPT ist ein Idiot.”
Und das ist eine gute Nachricht.
Bei meinen vielen Versuchen hatte ich ChatGPT alles Mögliche abverlangt: Fantasiegeschichten, Fachartikel, E-Mails, Bildbeschreibungen, Multiple-Choice-Tests, Antworten auf die großen und die kleinen Fragen des Lebens. Und nie hatte ChatGPT mir die Antwort verweigert (falls ich nicht gerade nach einer Rezeptur für Sprengstoff gefragt hatte).
Die Gesamtschau der Antworten zeigte allerdings ein klares Ergebnis: ChatGPT ist ein Idiot.
Ich verdiene einen nicht unerheblichen Teil meines Lebensunterhalts mit Texten. Ich arbeite als Journalist, verfasse Blogartikel und Whitepaper für Unternehmen aus der IT-Branche, und ab und zu schreibe ich auch etwas Belletristik, wenn auch eher als Fingerübung. ChatGPT, so hatte ich befürchtet, hätte das Potenzial, mich überflüssig zu machen. KI für Text = Katastrophe für Texter?
Ich hätte kaum weiter daneben liegen können.
Wenn ich ChatGPT anweise “Mach mal”, macht ChatGPT mal. Aber was ChatGPT dann macht, dafür würde keiner meiner Kunden auch nur ein paar Euro ausgeben. Die KI erfindet Fakten, verwechselt “neuer” und “älter”, ihre Antworten sind dann mitunter nicht einmal als Blindtext zu gebrauchen. Oder gerade so.
Aber: ChatGPT ist ein nützlicher Idiot
Das entdeckte ich aber erst nach und nach, als ich mich mit dem Thema “Prompten” beschäftigte. Ich weiß, wie ein Fachartikel aufgebaut ist, was für Inhalte in ein Whitepaper gehören, oder mit welchen Begriffen und welchem Sprachniveau die angestrebte Zielgruppe am besten zu erreichen ist. Was ich erst lernen musste, war, wie ich ChatGPT all das beibringe.
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