Schlagwort-Archiv: zeitmanagement

Zeitmanagement ohne Zettelwirtschaft -
Optimiere dein Zeitmanagement mit “Master Your Time in 10 Minutes a Day”

Zeit ist unser kostbarstes Gut. Michal Stawicki zeigt in seinem Buch „Master Your Time in 10 Minutes a Day“* auf eindrucksvolle Weise, wie man das eigene Zeitmanagement optimieren kann. Mit einfachen, aber effektiven Techniken kann der Leser lernen, seine Zeit besser zu nutzen.

Zeitmanagement leicht gemacht

Stawicki vermittelt in seinem Buch leicht verständliche und praktische Methoden, die es ermöglichen, das eigene Zeitmanagement Schritt für Schritt zu optimieren. Dabei ist es ihm wichtig, dass die Techniken nicht zu kompliziert sind und somit für jeden einfach umsetzbar sind. Durch die Verbesserung des Zeitmanagements können sowohl Berufstätige als auch Freiberufler, Studenten oder Hausfrauen ihre täglichen Aufgaben effizienter erledigen und dadurch mehr Freizeit gewinnen.

Die zahlreichen Tipps und Tricks, die Stawicki in „Master Your Time in 10 Minutes a Day“ verrät, sind auf unterschiedliche Lebensbereiche anwendbar. Egal, ob es darum geht, den Arbeitsalltag besser zu organisieren, die Freizeit sinnvoller zu gestalten oder den Haushalt effizienter zu führen – Stawickis Ratschläge sind vielseitig einsetzbar und führen zu spürbaren Verbesserungen im täglichen Leben.

Nur 10 Minuten für mehr Effizienz

Eine der Grundannahmen von Stawickis Buch ist, dass es nicht viel Zeit braucht, um das eigene Zeitmanagement zu verbessern. Der Autor ist überzeugt, dass bereits 10 Minuten pro Tag ausreichen, um nachhaltige Veränderungen zu bewirken. In seinem Buch zeigt er, wie man diese kurze Zeit am besten nutzt, um die eigenen Gewohnheiten zu analysieren und gegebenenfalls zu verändern.

Durch die Umsetzung von Stawickis Empfehlungen lernen die Leser, ihre Zeit effektiver einzusetzen und ihre Produktivität zu steigern. Dabei geht es nicht darum, sich selbst auszubeuten oder pausenlos zu arbeiten, sondern vielmehr darum, die zur Verfügung stehende Zeit besser zu nutzen. So bleibt am Ende des Tages mehr Zeit für Familie, Freunde und Hobbys – kurz: für die schönen Dinge des Lebens.

Meistern Sie Ihren Alltag souverän

Das Buch zeigt auf, dass es nicht immer große Veränderungen braucht, um die eigene Lebensqualität zu steigern. Manchmal sind es die kleinen Anpassungen und Optimierungen im Alltag, die dafür sorgen, dass man am Ende des Tages zufriedener und erfolgreicher ist. “Master Your Time in 10 Minutes a Day” ist daher ein wertvoller Begleiter für jeden, der das Beste aus seiner Zeit machen möchte.

Alles in allem ist “Master Your Time in 10 Minutes a Day” ein inspirierendes und hilfreiches Buch, das zeigt, dass jeder seine Zeit effektiver nutzen kann. Durch die Umsetzung der praxisnahen Tipps von Michal Stawicki kann der Leser seinen Alltag souverän meistern. Ein empfehlenswerter Ratgeber für alle, die ihre Zeit optimal nutzen möchten.

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Ziele setzen und realisieren -
“Das 12-Wochen-Jahr” – Wie klare Ziele und optimale Zeitnutzung zu Erfolg führen

Das 12-Wochen-Jahr“ ist ein Buch von Brian P. Moran und Michael Lennington, das sich an alle richtet, die ihre Ziele erreichen möchten, jedoch Schwierigkeiten haben, diese auch umzusetzen. Das Buch stellt ein Konzept vor, das auf der Idee basiert, dass man seine Jahresziele besser erreichen kann, indem man sie in zwölf Wochen-Ziele aufteilt.

Die Autoren erklären, wie man klare, messbare und erreichbare Ziele setzt und wie man die richtigen Prioritäten setzt, um diese Ziele zu erreichen. Sie zeigen auch, wie man seine Zeit optimal nutzt und sich auf das Wesentliche konzentriert, um produktiver zu sein. Das Buch bietet praktische Tipps und Strategien, um erfolgreich zu sein und seine Ziele im 12-Wochen-Rhythmus zu erreichen. Die wichtigsten Kernthesen der Autoren sind:

  • Durch die Aufteilung der Jahresziele in 12-Wochen-Ziele lässt sich die Umsetzung dieser Ziele wesentlich effektiver gestalten.
  • Die Festlegung klarer, messbarer und erreichbarer Ziele ist entscheidend für den Erfolg.
  • Eine Priorisierung der Aufgaben und die Fokussierung auf das Wesentliche ist für die Erreichung der Ziele unabdingbar.
  • Eine sinnvolle Zeitplanung und -nutzung ist ein wichtiger Erfolgsfaktor.
  • Durch die Schaffung von Routinen und die Schärfung der eigenen Fähigkeiten lassen sich Fortschritte und Erfolge langfristig sichern.

„Das 12-Wochen-Jahr“ ist ein hilfreicher Ratgeber, der Leserinnen und Lesern dabei hilft, ihre Ziele zu erreichen, indem sie sich auf das Wesentliche konzentrieren und ihre Zeit effektiv nutzen.

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Zeit klüger nutzen -
Work Smarter, Live Better: Der Ratgeber für ein ausgewogenes Berufs- und Privatleben

In der heutigen Arbeitswelt sind ständige Erreichbarkeit und hoher Leistungsdruck an der Tagesordnung. Der Ratgeber „Work Smarter, Live Better“ von Cyril Peupion bietet Lösungen für ein erfolgreiches und ausgewogenes Berufs- und Privatleben, und besseres Zeitmanagement im Alltag.

Cyril Peupion zeigt in seinem Buch auf, wie man durch gezieltes Zeitmanagement, Fokus und Selbstorganisation erfolgreicher im Beruf wird. Er betont, dass es nicht darum geht, mehr Zeit zu haben, sondern die vorhandene Zeit effektiver zu nutzen. Der Autor analysiert die Gründe für Zeitverschwendung und gibt konkrete Anleitungen, wie man unnötige Arbeitsprozesse vermeiden kann. Durch klare Zielsetzungen und Prioritätenmanagement kann man seine Aufgaben besser koordinieren und effektiver bearbeiten.

Die wichtigsten Thesen: Zeitmanagement, Fokus und Selbstorganisation

Peupion betont, dass der Schlüssel zum Erfolg im Beruf in der Selbstorganisation liegt. Man sollte seine Kräfte auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren und Multitasking vermeiden. Durch konsequentes Prioritätenmanagement und die Nutzung von Zeitfenstern kann man die Arbeitsprozesse optimieren und Zeit sparen. Wichtig ist auch das Setzen realistischer Ziele und deren konsequente Überprüfung.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Fokus. Peupion empfiehlt, sich auf eine Sache zu konzentrieren und nicht ständig zwischen verschiedenen Aufgaben hin- und herzuwechseln. Dadurch kann man seine Leistungsfähigkeit steigern und schneller arbeiten. Auch das Vermeiden von Zeitdieben wie unnötigen Meetings oder unproduktiven Telefonaten ist ein wichtiger Faktor, um Zeit effektiv zu nutzen.

Praktische Tipps für den Alltag: Prioritäten setzen, Multitasking vermeiden, Auszeiten nutzen

Peupion gibt zahlreiche konkrete Tipps, wie man im Alltag effektiver arbeiten kann. Dazu gehört zum Beispiel das tägliche Setzen von Prioritäten und das Erstellen von To-Do-Listen. Auch das Vermeiden von Multitasking und die Nutzung von Zeitfenstern sind wichtige Aspekte, um Zeit effektiver zu nutzen. Peupion empfiehlt auch, regelmäßige Auszeiten zu nehmen und sich bewusst Zeit für Erholung und Entspannung zu gönnen.

Außerdem sollte man seine Arbeitsumgebung so gestalten, dass sie effektives Arbeiten unterstützt. Dazu gehört zum Beispiel das Vermeiden von Ablenkungen wie Handy oder Social-Media-Apps während der Arbeitszeit. Auch das Delegieren von Aufgaben an Kollegen kann Zeit sparen und die eigenen Kräfte besser einteilen.

Das Buch „Work Smarter, Live Better“ von Cyril Peupion bietet zahlreiche Anregungen, wie man im Berufs- und Privatleben erfolgreich und ausgewogen agieren kann. Durch gezieltes Zeitmanagement, Fokus und Selbstorganisation kann man seine Leistungsfähigkeit steigern und Zeit sparen. Die praktischen Tipps des Autors können dabei helfen, diese Prinzipien im Alltag umzusetzen und so zu einem erfolgreichen und erfüllten Leben beizutragen.

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Das Leben ist zu kurz für Zeitmangement -
“4000 Wochen”: Ein Buch über Zeitmanagement und bewusstes Leben von Oliver Burkeman

„4000 Wochen“ von Oliver Burkeman ist ein Buch, das sich mit dem Thema der Zeit und der Art und Weise, wie wir unser Leben gestalten, beschäftigt. Der Titel des Buches bezieht sich auf die durchschnittliche Anzahl von Wochen, die ein Mensch in seinem Leben zur Verfügung hat.

Auch als Hörbuch auf Audible

Burkeman argumentiert, dass viele Menschen dazu neigen, ihr Leben aufzuschieben, indem sie auf eine bessere Zukunft hoffen, anstatt den Moment zu genießen und das Leben in vollen Zügen zu leben. Das Buch fordert die Leser auf, sich bewusst zu werden, wie sie ihre Zeit nutzen, und sich darauf zu konzentrieren, was wirklich wichtig ist.

Das Buch enthält eine Reihe von praktischen Tipps und Übungen, die den Lesern helfen sollen, ihre Zeit besser zu nutzen und das Leben mehr zu genießen. Zum Beispiel rät Burkeman dazu, sich bewusst zu werden, wie viel Zeit man für Aktivitäten wie Social Media oder E-Mails aufwendet, und Zeit für Dinge zu schaffen, die einem wirklich wichtig sind. Er schlägt auch vor, Zeit allein zu verbringen und sich auf Achtsamkeit und Selbstreflexion zu konzentrieren.

Darüber hinaus beschäftigt sich das Buch mit dem Konzept der Sterblichkeit und erinnert den Leser daran, dass das Leben endlich ist. Burkeman ermutigt die Leser, sich auf das zu konzentrieren, was wirklich zählt, und das Beste aus jeder Woche und jedem Moment zu machen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass “4000 Wochen” ein Buch ist, das dazu anregt, das Leben bewusster und erfüllter zu gestalten, indem man die begrenzte Zeit, die man hat, sinnvoll nutzt. Es ist eine inspirierende Lektüre, die dazu ermutigt, das Leben im Hier und Jetzt zu führen und das Beste aus jedem Moment zu machen.

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Prioritäten setzen und einhalten -
First Things First: Wie Sie Ihre Prioritäten setzen und Ihre Ziele erreichen – ein praktischer Leitfaden von Stephen Covey

First Things First: To Live, to Love, to Learn, to Leave a Legacy“ von Stephen Covey ist ein praktischer Leitfaden zur persönlichen und beruflichen Effektivität. Das Buch legt den Fokus auf das Management der eigenen Prioritäten und hilft dabei, die wichtigsten Aufgaben und Ziele im Leben zu identifizieren und zu erreichen.

Auch als Hörbuch bei Audible

Covey zeigt, wie man Zeit und Energie auf die wichtigsten Prioritäten im Leben konzentrieren kann, anstatt sich von unnötigen Ablenkungen und Aktivitäten ablenken zu lassen. Das Buch bietet auch eine umfassende Analyse der verschiedenen Arten von Aktivitäten, die Zeit und Energie verbrauchen, und zeigt, wie man diese effektiv und effizient bewältigen kann.

„First Things First“ enthält auch praktische Tipps und Techniken zur Organisation und Planung, die bei der Umsetzung der Prioritäten und Ziele hilfreich sein können. Das Buch hilft dabei, eine ausgewogene Work-Life-Balance zu finden und ein erfülltes und erfolgreiches Leben zu führen.

Insgesamt ist „First Things First“ ein wertvolles Buch für alle, die ihre Effektivität und Produktivität im Leben verbessern möchten. Es bietet praktische Tipps und Techniken, die dabei helfen können, Prioritäten zu setzen und Ziele zu erreichen, um ein erfülltes und erfolgreiches Leben zu führen.

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7 Gründe, warum die Zeit bis zur Deadline immer viel zu knapp ist (und wer daran Schuld ist)

Noch zwei Stunden, noch knapp 10.000 Zeichen, und mir fehlen auch noch zwei Fotos. Die bekomme ich sicher von der Pressestelle, aber wohl nur rechtzeitig, wenn ich dort anrufe. Zeitdruck hin oder her, telefonieren muss ich sowieso, mein Interviewpartner hat die Verschriftlichung unseres Gesprächs auch noch nicht autorisiert. Okay, dann zuerst der Interviewpartner.

Ich erreiche ihn beim ersten Versuch, und er versichert mir, er habe den Interviewtext soeben zurück geschickt – mit ein paar Änderungen, wirklich nur Marginalien, aber die seien ihm äußerst wichtig, und wenn ich die nicht akzeptieren könne, dann dürfe der Artikel eben nicht erscheinen. “Sie meinen, das Interview”, korrigiere ich besserwisserisch, obwohl mir für solche Klugscheißereien die Zeit fehlt. Nein, er meine schon den ganzen Artikel. Der stehe und falle schließlich mit seinen Worten. Als Mitwirkender habe er außerdem das Recht, das Erscheinen des Beitrags zu untersagen. Ich verabschiede mich mit ein paar beschwichtigenden Floskeln und sehe in den E-Mail-Eingang.

Was er als Marginalien beschrieben hat, ist nichts weniger als das komplette Interview. Er hat darin nicht nur seine Antworten geändert, sondern auch meine Fragen umgeschrieben. Als ich zum Telefon greife, fällt mein Blick auf meine Armbanduhr: Noch achtzig Minuten, immer noch 10.000 Zeichen, immer noch zwei fehlende Fotos. Gut, dann jetzt die Pressestelle.

Meine Publikation, sagt die Dame von der Pressestelle, sei ihr nicht bekannt, und bittet mich, ihr ein Exemplar zu schicken. “Sie haben am Erstverkaufstag eines auf ihrem Schreibtisch”, verspreche ich wider bisherige Erfahrungen mit dem Verlag. Sie ist gerade in Plauderlaune. Ob ich Blogger sei, will sie wissen, und ob ich andere Blogger kenne, ihr Chef habe sie zu einem Seminar zum Thema Blogrelations geschickt, und der erwarte jetzt natürlich, dass sie da etwas bewege. Ich verspreche ihr für später eine Liste mit den Influencer-Blogs zu den Themen ihres Unternehmens. Als das Gespräch endet, bleibt mir noch etwas mehr als eine Stunde. Für, immer noch, 10.000 Zeichen.

Jetzt klingelt mein Telefon. Der Redakteur ruft an, um sich nach dem Stand der Dinge zu erkundigen. Ich dürfe ihm meinen Artikel ruhig schon etwas früher schicken, meint er und schickt einen längeren Monolog hinterher. Von dem bekomme ich inhaltlich so gut wie nichts mit, weil ich mit zwischen Schulter und Kopf eingeklemmtem Hörer mit Höchstgeschwindigkeit tippe. Als er auflegt, stehe ich kurz vom Schreibtisch auf und ziehe den Telefonstecker aus der Wand. Dann schalte ich mein Smartphone aus, und nachdem ich einen letzten – auch wieder viel zu langen – Blick auf den Posteingang geworfen habe, schließe ich den E-Mail-Client. Vierzig Minuten, noch 8324 Zeichen – jetzt aber Vollgas!

Zeitdruck ist das Ergebnis von Entscheidungen

Es ist tatsächlich möglich, 8324 Zeichen innerhalb von vierzig Minuten in eine Textverarbeitung zu tippen, vorausgesetzt, der Aufbau des Beitrags steht bereits vorher fest, und alle Fakten sind recherchiert sowie ohne weiteres Suchen zugänglich. Allerdings bleibt bei diesem Zeitdruck weder Zeit zum Korrekturlesen, noch zum Nachdenken über die jeweils treffendste Formulierung. Ein Autor, der sich entscheidet, so zu arbeiten, wird deshalb wohl meist einige redaktionelle Bearbeitungen zu ertragen haben. Sich entscheidet? Ja, Zeitdruck ist eine Entscheidung – manchmal auch das Resultat einer Kette von Entscheidungen – , und mancher rechtfertigt sie damit, unter Druck besser und produktiver zu arbeiten.

1. Ich habe diesen Auftrag angenommen

Ich muss meine Miete bezahlen, Frau und Kinder schreien nach Brot, und das Auto fährt auch nicht mit Wasser – das sind alles gute Gründe dafür, dass ich diesen Auftrag angenommen habe. Auch die Sorge, mein Auftraggeber suche sich sonst andere Autoren, geht als guter Grund durch. Und trotzdem war es meine Entscheidung, diesen Auftrag anzunehmen, obwohl mir vielleicht klar war, dass es knapp werden könnte.

Die Honorare freier Journalisten stagnieren bei vielen Medien seit etlichen Jahren. Mancher meint, deshalb jeden Auftrag annehmen zu müssen, der gerade eben noch auskömmlich erscheint. In Wahrheit zementiert er damit die eigene Situation, und die anderer freier Journalisten gleich mit.

Die Konditionen dieses speziellen Auftrags schienen mir allerdings mehr als nur akzeptabel, versprach er doch ein um etwa 20 Prozent höheres Honorar pro Seite als üblich. Das grafiklastige Layout (um dessen genaue Ausgestaltung sich andere kümmern würden) ließ zudem nur eine um etwa ein Viertel geringere Textmenge pro Seite zu, als ich es gewohnt war. Aber, wie eigentlich immer, wenn etwas zu schön klingt, um wahr zu sein…

2. Ich habe mich nicht über die Arbeitsweise der (für mich neuen) Redaktion informiert

Die meisten Redaktionen arbeiten mit freien Mitarbeitern nach ähnlichen Modi zusammen: Sie beauftragen einen Beitrag in vorgegebenem Umfang und einem mehr oder weniger detailreich festgelegten Aufbau. Wenn der Freie zum vereinbarten Termin geliefert hat, redigiert der zuständige Redakteur den Beitrag, hinterfragt Fakten, die ihm fragwürdig erscheinen und bittet den Freien eventuell auch noch einmal um eine Nachbesserung.

Aber nicht diese Redaktion: Von der bekam ich Thema und Umfang genannt, und sollte dann innerhalb von 24 Stunden in einem sehr formalisierten Exposée skizzieren, wie ich mir den Aufbau vorstellte. Zu diesem Exposée schickte mir die Redaktion dann Anmerkungen und Anregungen, die ich in einen nächsten Entwurf einzuarbeiten hätte. Den nächsten Entwurf bekam ich einen Tag später mit neuen Anmerkungen zurück, den übernächsten noch einen Tag später, und so fort, der fünfte Exposée-Entwurf fand schließlich das Wohlgefallen der Redaktion. Bis dahin hatte ich in das Erstellen des Exposées schon mehr Zeit investiert als sonst in einen kompletten Beitrag.

Später werde ich aus Gesprächen mit anderen Freien erfahren, dass diese Arbeitsweise weder als Schikane gemeint ist, noch etwas mit der Qualität der eigenen Arbeit zu tun hat. Sie entspricht schlicht dem Standard-Workflow dieser Redaktion. Tatsächlich wird mir der für meinen Beitrag verantwortliche Redakteur eine weitere Zusammenarbeit vorschlagen. Scheitern wird die an der Frage, wie hoch ein dem Aufwand angemessenes Honorar aussehen muss.

3. Ich habe die Aufgaben, die mit dem Auftrag verbunden waren, nicht priorisiert

Das klingt unprofessionell, passiert aber alten Hasen häufiger als Einsteigern: Weil ich Aufträge dieser Art schon gefühlte hundert Mal erledigt hatte, verließ ich mich auf meine Routine. Viel sinnvoller wäre es gewesen, diejenigen Teilaufgaben an den Anfang zu stellen, zu deren Erledigung ich auf andere angewiesen war. In diesem Fall also das Interview samt Autorisierung und die Bildbeschaffung bei der Pressestelle. Teilaufgaben in der optimalen Reihenfolge anzugehen, hätte natürlich ebenfalls Bestandteil meiner Routine sein sollen. Weil Nachlässigkeiten darin in der Vergangenheit ungestraft geblieben waren, hatte ich das nicht so wichtig genommen.

4. Ich habe Ablenkungen zugelassen

Irgendwas war immer: Ein Urteil aus Karlsruhe, ein entführter Supertanker, ein Raketentest oder die Wiederentdeckung eines für ausgestorben gehaltenen Molchs. Jede dieser News betrachtete irgendein Redakteur als “breaking”, weshalb mein Smartphone den ganzen Tag gongte, piepste oder eine Fanfare ertönen ließ. So lange ich ungelesene Benachrichtigungen hatte, blinkte über seinem Display außerdem eine kleine Leuchte.

Als Journalist bin ich gern möglichst umfassend informiert. Aber in Echtzeit? Bei jeder Benachrichtigung unterbrach ich kurz meine Arbeit, warf einen Blick auf mein Smartphone und wenn das Thema mich näher interessierte, las ich oft gleich den ganzen Beitrag. Und wenn ich dann meine Arbeit fortsetzen wollte, musste ich erst den verlorenen Faden wiederfinden.

Den Telefonstecker ziehen, das Smartphone abschalten, den E-Mail-Client schließen, das sind nicht bloß Notfallmaßnahmen. Regelmäßig ablenkungsfreie Zeiten zu schaffen, wird meiner Produktivität später einen gewaltigen Schub verschaffen.

5. Ich habe Pausen “nach Gefühl” gemacht

In welchen Intervallen und wie lange ich Pausen gemacht habe, hing von meiner Tagesform ab. Mitunter konnte ich über Stunden ohne echte Pause durcharbeiten. An anderen Tagen unterbrach ich meine Arbeit öfter als RTL seine Vorabendserien. Genauer betrachtet, arbeitete ich aber auch in Zeiten “ohne echte Pause” nicht ununterbrochen. Ich las nebenher die Benachrichtigungen auf meinem Smartphone, behielt meine Twitter-Timeline im Auge, warf einen Blick auf meine Lieblings-Webcomics oder überschlug im Kopf die Differenz zwischen meinen ausstehenden Honoraren und der nächsten Einkommensteuervorauszahlung. Auf Neudeutsch: Ich betrieb Multitasking. Und damit verschärfte ich den Zeitdruck.

Wer den Fokus fest auf seine Aufgabe gerichtet halten will, dem helfen feste Pausen. Eine innere Stimme, die Lust auf Comics hat, lässt sich leichter beschwichtigen, wenn die nächste Pause feststeht. Mehrere Dinge gleichzeitig zu bewältigen, nimmt stets mehr Zeit in Anspruch, als sie nacheinander abzuarbeiten. Wer das nicht glaubt, den mag folgendes Experiment überzeugen:

  • Aufgabe 1: Nennen Sie, so schnell Sie können, die Buchstaben von A bis J. Direkt danach zählen Sie ebenso schnell von eins bis zehn.
  • Aufgabe 2: Nun nennen Sie, wieder so schnell wie möglich, erst einen Buchstaben, dann eine Zahl, von “A Eins” bis “J 10”.

Sie werden keine Stoppuhr benötigen, um festzustellen, dass Aufgabe 2 mehr Zeit beansprucht. Und das bei zwei eigentlich sehr simplen Aufgaben.

6. Ich habe zu niedrige Honorare verlangt

Neben unzureichender Organisation und unvollständigen Informationen basiert Zeitdruck oft auch auf zu viel Arbeit. Um bei einem Seitenhonorar von 100 Euro auf monatliche Einnahmen von 4.000 Euro zu kommen, muss ich arbeitstäglich zwei Seiten füllen. Bei 130 Euro sinkt die Arbeitslast um eine halbe Seite täglich.

Das Rechenbeispiel ist natürlich eine grobe Vereinfachung. Ein freier Journalist, der konsequent auf angemessenen Honoraren besteht, wird wahrscheinlich viele Auftraggeber verlieren. Lange Zeit bin ich der Logik gefolgt, mit schlecht bezahlten Aufträgen könne ich immerhin mehr Geld verdienen als ganz ohne. Wer aber Niedrigsthonorare akzeptiert, wird so viel arbeiten müssen, dass ihm keine Zeit für die besseren Auftraggeber bleibt. Oder für Weiterbildung. Oder für eigene Projekte, die vielleicht irgendwann ebenfalls Gewinn abwerfen könnten.

7. Ich habe ein Leben

Wer freiberuflich arbeitet, ist nicht an Bürozeiten gebunden, ihn schützt kein Arbeitszeitgesetz vor der täglichen Doppelschicht, und niemand nötigt ihn, seinen Jahresurlaub zu nehmen. Er hat gar keinen, es sei denn, er gibt sich selbst ein paar Tage frei. Wann der Arbeitstag beginnt und wann er endet, ist also eine Sache der persönlichen Entscheidung. Nun bin ich persönlich ein so großer Fan meiner Frau, dass ich sie sogar geheiratet habe – und da sollte ich dann schon auch gelegentlich Zeit mit ihr verbringen. Außerdem koche – und esse – ich gern, mag Gäste, und habe auch sonst mehr Dinge, die ich gern tue, als es die Zeit eines Workaholic zuließe. Also habe ich entschieden, keiner zu sein.

Zu dieser Entscheidung zu kommen, war ein langer, mitunter schmerzhafter Prozess, aber irgendwann wissen meine Auftraggeber, dass sie ihre Rufnummer unterdrücken müssen, um mich nach 18:00 Uhr zu erreichen, und dass sie dann meist mit einem “Du, ist gerade schlecht, ich rufe dich morgen früh zurück”, abgewimmelt werden. Wenn ich davon für neue Auftraggeber eine Ausnahme machte, wäre es mit den geregelten Arbeitszeiten schnell wieder vorbei. Also ist in den vergangenen Tagen trotz Exposée-Terror um 18:00 Uhr Schicht gewesen, und die täglich mit Freizeit verbrachte Zeit von 18:00 Uhr bis Mitternacht fehlt dann natürlich kurz vor der Deadline.

Fazit: Arbeiten ohne Zeitdruck ist nicht nur eine Sache der Effizienz

Selbstorganisation – das Priorisieren der Aufgaben, feste Pausenzeiten und das Eliminieren von Ablenkungen – sind schon die halbe Miete. Aufträge abzulehnen, und die Zusammenarbeit mit Auftraggebern aufzukündigen, bei denen der Aufwand den Ertrag übersteigt, schaffen Freiräume. Und dann lässt sich auch die Entscheidung für ein Leben jenseits des Arbeitens erheblich leichter umsetzen. Situationen wie die eingangs geschilderte sollen auch später noch von Zeit zu Zeit auftreten – aber nur noch ein oder zwei Mal im Jahr. Denn es wird immer irgendetwas geben, mit dem niemand gerechnet hat. Es soll ja auch nicht langweilig werden.