Midjourney, bekannt für seine KI-gestützte Bildgenerierung, hat mit dem „Midjourney Scanner“ sein erstes Hardware-Produkt vorgestellt. Das Gerät nutzt Ultraschalltechnologie, um detaillierte 3D-Aufnahmen des menschlichen Körpers zu erstellen.
Langfristig könnte es laut Hersteller eine Bildqualität erreichen, die mit der von Magnetresonanztomografen (MRT) vergleichbar ist. Der Scanner soll zunächst in einem Luxus-Spa in San Francisco eingesetzt werden, das bis Ende 2027 eröffnet. Neben medizinischen Scans bietet das Spa auch Wellness-Einrichtungen wie ein Fitnessstudio, Saunen und Kaltwasserbecken.
Drei zentrale Fakten im Überblick:
- Der Scanner erstellt in etwa 60 Sekunden detaillierte 3D-Bilder von Muskeln, Fett, Knochen und Organen.
- Entwickelt wurde das Gerät mit dem Ultraschallspezialisten Butterfly Network und nutzt 40 Ultraschallmodule pro System.
- Midjourney plant, die gesammelten Daten mit Ärzten oder KI-Gesundheitstools zu teilen, strebt aber zunächst keine Zulassung als Medizinprodukt an.
Quelle: The Verge
Midjourney Scanner: KI-gestützte Ultraschalltechnologie für den Wellness-Bereich

Der Midjourney Scanner steht exemplarisch für den Trend, KI und medizinische Bildgebung außerhalb klassischer Klinikstrukturen einzusetzen. Während Ultraschallgeräte bisher vor allem in Arztpraxen oder Krankenhäusern genutzt werden, zielt das Unternehmen auf den wachsenden Markt für personalisierte Gesundheitsvorsorge und Luxus-Wellness ab.
Ähnliche Ansätze verfolgen etwa Start-ups, die tragbare EKG-Geräte oder Blutanalyse-Tools für den Heimgebrauch entwickeln. Allerdings wirft der Einsatz solcher Technologien außerhalb regulierter medizinischer Umgebungen Fragen auf – etwa zur Datensicherheit oder zur Interpretation der Ergebnisse durch Laien.
Im Vergleich zu etablierten medizinischen Verfahren wie MRT oder CT ist der Midjourney Scanner deutlich schneller und kostengünstiger, erreicht aber noch nicht deren Präzision. Unklar bleibt derzeit , wie Midjourney die Zusammenarbeit mit Ärzten konkret gestalten will.
Derzeit fehlt dem Scanner eine Zulassung durch die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA, was seinen Einsatz auf nicht-diagnostische Anwendungen beschränkt. Sollte sich die Technologie bewähren, könnte sie jedoch den Weg für eine breitere Nutzung von KI-gestützter Bildgebung ebnen – auch jenseits des Wellness-Sektors.




