NVIDIA hat eine neue Plattform für humanoide Roboter vorgestellt, die unter dem Namen Isaac Gr00t firmiert. Das System verbindet einen fast 1,80 Meter großen Roboter mit menschenähnlichen Händen, die jeweils fünf Finger besitzen.
Als Hardwarebasis dient der Unitree H2 Plus, ein humanoider Roboter, der mit den präzisen Greifwerkzeugen von Sharpa ausgestattet ist. Herzstück der Steuerung ist der NVIDIA Jetson Thor, ein speziell für Robotik entwickelter Bordcomputer. Die Software, die alle Komponenten zusammenführt, stammt ebenfalls von NVIDIA und ist als Open-Source-Lösung konzipiert.
Die Vorstellung erfolgte während der Keynote von NVIDIA-CEO Jensen Huang auf der Computex, einer der größten Messen für Computertechnologie.
Die drei zentralen Fakten im Überblick:
- Isaac Gr00t ist eine neue Plattform für humanoide Roboter, die Hardware und Software von NVIDIA vereint.
- Der Roboter basiert auf dem Unitree H2 Plus, besitzt fünfingrige Hände und wird vom Jetson Thor-Computer gesteuert.
- Die Software ist offen zugänglich und soll die Entwicklung fortschrittlicher Roboteranwendungen beschleunigen.
Quelle: Engadget
NVIDIA treibt humanoide Robotik mit offener Plattform voran
Die Ankündigung von Isaac Gr00t steht im Kontext eines wachsenden Interesses an humanoiden Robotern, die in Industrie, Logistik oder Pflege eingesetzt werden könnten. Unternehmen wie Tesla mit dem Optimus-Roboter oder Figure AI mit seinem Figure 01 zeigen ähnliche Ansätze, setzen aber auf proprietäre Systeme.
NVIDIAs Entscheidung für eine Open-Source-Software könnte die Entwicklung beschleunigen, da Entwickler weltweit darauf aufbauen können. Gleichzeitig spiegelt die Vorstellung die zunehmende Bedeutung von KI in der Robotik wider: Der Jetson Thor-Computer nutzt NVIDIAs eigene KI-Chips, die bereits in anderen Bereichen wie autonomen Fahrzeugen oder Rechenzentren eingesetzt werden.
Ob humanoide Roboter jedoch in absehbarer Zeit praxistauglich werden, bleibt offen – bisherige Modelle sind oft noch langsam, teuer oder auf spezifische Aufgaben beschränkt. Die Plattform könnte hier einen Schritt in Richtung flexiblerer Lösungen darstellen.




