Dating-Plattform OkCupid hat sich mit der US-Handelskommission FTC geeinigt. Der Grund sind Vorwürfe der Täuschung bezüglich der Weitergabe von Nutzerfotos an ein Gesichtserkennungsunternehmen.
Wichtigste Aspekte der Nachricht:
- OkCupid teilte fast drei Millionen Fotos mit dem Dienst Clarifai.
- Dem Nutzer wurde kein Widerspruchsrecht eingeräumt.
- Die Einigung enthält keine direkten Strafen oder Rückzahlungen.
- Die Firmen versprechen zukünftige Transparenz ihrer Datenschutzrichtlinien.
Quelle: The Verge
Datenschutz in der Dating-Welt

Die Nachricht von der OkCupid-Einigung ist ein weiteres Beispiel für das übliche Hickhack zwischen Tech-Konzernen und Datenschutzbehörden. Du nutzt Dating-Apps wie OkCupid oder andere Dienste. Du teilst persönliche Bilder, um potenzielle Partner zu finden. Du vertraust darauf, dass diese Daten nicht für völlig andere Zwecke missbraucht werden. Leider scheint diese Basis des Vertrauens immer wieder untergraben zu werden. Die FTC hat hier gehandelt. Die Plattformen geben sich nun geläutert.
Die Hintergründe sind typisch für die Branche. OkCupid übergab 2014 Unmengen an Fotos. Demgegenüber stand eine unklare Datenschutzrichtlinie. Außerdem soll der Deal mit Clarifai auch nachträglich verschleiert worden sein. Das ist journalistisch interessant. Die FTC betont, dass sie Versprechen durchsetzt. Doch das Fehlen von Strafen lässt Dich als Nutzer skeptisch zurück.
Für Dich als Individuum bedeutet dies: Lies die Nutzungsbedingungen genau. Wahrscheinlich tust Du das nicht. Es ist viel einfacher, einfach auf “Zustimmen” zu klicken – aber in Zeiten von KI könntest du ja auch den Chatbot deines begrenzten Vertrauens bitten, dich auf fragwürdige Klauseln aufmerksam zu machen. Für die Wirtschaft ist das ein weiteres, für meinen Geschmack etwas zu positives Signal. Große Konzerne wie Match Group können hohe Bußgelder vermeiden, wenn sie einen Vergleich aushandeln.


