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Proton Meet: Sichere Videokonferenzen fordern Google heraus

Proton erweitert sein Produktportfolio um einen Ende-zu-Ende-verschlüsselten Videokonferenzdienst namens Meet. Die neue Anwendung zielt darauf ab, etablierte Anbieter wie Google Meet herauszufordern.

Wichtige Aspekte der Ankündigung:

  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist Standard bei allen Proton-Diensten.
  • Anonyme Teilnahme und Hosting ohne Proton-Konto sind möglich.
  • Kostenlose Anrufe für bis zu vier Teilnehmer sind ohne Registrierung verfügbar.
  • Professionelle Tarife werden für größere Gruppen und erweiterte Funktionen eingeführt.

Quelle: Engadget

Proton forciert den Aufbau seiner digitalen Ökosystem-Offensive

Die Schweizer Firma Proton baut ihr Angebot konsequent aus. Sie tritt damit direkt gegen die Platzhirsche Microsoft und Google an. Mit Mail, VPN, Kalender und Drive hat Proton schon viel abgedeckt. Nun kommt mit Meet eine Videokonferenzlösung hinzu. Das ist im Grunde die logische Ergänzung für ein komplettes Datenschutz-Paket.

Der Fokus liegt klar auf Sicherheit und Anonymität. Diese Punkte sind bei datenschutzbewussten Nutzern sicherlich ein starkes Argument. Du brauchst kein Konto, um an einem Meeting teilzunehmen. Sogar das Erstellen eines Meetings soll ohne Registrierung möglich sein. Das ist ein kluger Schachzug, um die Eintrittshürde niedrig zu halten. Schließlich möchte Proton nicht alle anderen zwingen, ebenfalls Proton-Nutzer zu werden.

Ein kostenloses Meeting erlaubt vier Personen für eine Stunde. Wer mehr will, muss zahlen. Das Meet Professional Abo kostet acht Dollar monatlich. Für Unternehmenskunden gibt es das “Proton Workspace” Paket. Es bündelt alle Dienste und bietet mehr Speicher.

Interessant ist diese Entwicklung vor dem Hintergrund des aktuellen Marktes. Datenschutz ist ein wichtiges Thema geworden. Viele sehnen sich nach Alternativen zu den großen Tech-Konzernen. Proton bedient diesen Wunsch sehr gezielt.

Die Einführung einer sicheren Videokonferenzlösung ist zweifelsfrei eine gute Idee. Sie ist in der aktuellen digitalen Landschaft beinahe notwendig. Allerdings ist Proton hier nicht der Erste auf dem europäischen Parkett. Lösungen wie Alfaview machen das bereits erfolgreich vor. Es wird spannend zu sehen, ob Protons Sicherheitsversprechen ausreicht. Oder ob die Konkurrenz mit etablierten Funktionen besser punktet. Es scheint, als würde Proton jetzt versuchen, die “Google-Dienste für Erwachsene” anzubieten. Hoffentlich sind die Enterprise-Kunden bereit, für diese Nischenprodukte Geld auszugeben.

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