Sex sells. Dass sich mit Elon Musks xAI-KI Grok reale Personen jeder Altersgruppe digital entkleiden ließen, war keine “Fehlfunktion”, und auch nicht das Versagen von Sicherheitsmaßnahmen. Es war Marketing.
Die neueste Meldung von Golem (https://www.golem.de/news/entgegen-aller-warnungen-sexualisierung-von-grok-wurde-gezielt-vorgenommen-2602-204942.html) bestätigt, was Zyniker schon lange ahnten: Die Sexualisierung von Grok war kein Bug, sie war ein Feature. Elon Musk und xAI haben die „Entkleidungs“-Funktionen und den generativen Porno-Generator nicht etwa übersehen. Nein, sie haben ihn gezielt implementiert. Entgegen aller Warnungen aus den eigenen Reihen und von Ethik-Experten. Warum? Weil Moral keine Abos verkauft. Aber nackte Haut – oder zumindest deren KI-Simulation – schon.
Du fragst dich vielleicht, warum ein Mann, der Raketen zum Mars schicken will, sich auf das Niveau von Schmuddelheftchen-Verlegern begibt? Ganz einfach: Panik. Im Wettrennen gegen OpenAI und Google wirkte Grok lange Zeit wie der etwas dümmliche Cousin, der auf Familienfeiern nur Witze erzählt, die niemand lustig findet. Um die Downloadzahlen zu pushen und im Gespräch zu bleiben, griff man im Silicon Valley also zur nuklearen Option des Marketings: Sex.
Das Ergebnis waren Millionen von sexualisierten Bildern, Deepfakes von Prominenten und, noch widerlicher, Darstellungen, die rechtlich und moralisch jenseits jeder Grenze lagen. Aber hey, die Engagement-Zahlen stimmten! Dass dabei die Sicherheit von Frauen und Minderjährigen als Kollateralschaden in Kauf genommen wurde, scheint im “Masterplan” von xAI nur eine Fußnote gewesen zu sein. Musk selbst rührte ja noch kräftig die Werbetrommel, indem er bizarre Bilder teilte, um den Hype anzufachen.
Es ist schon eine besondere Art von Ironie: Die gleichen Leute, die uns vor der “Gefahr durch woke KI” warnen und sich als Wächter der freien Rede inszenieren, haben absolut kein Problem damit, eine Maschine zu bauen, deren effektivster Anwendungsfall die digitale Belästigung ist.
Wenn du also das nächste Mal hörst, wie Musk über die “existenzielle Bedrohung durch KI” philosophiert, denk daran: Die Bedrohung kommt nicht von einem Terminator. Sie kommt von einem Tech-Milliardär, der bereit ist, für ein paar Prozentpunkte Marktanteil jeden Anstand über Bord zu werfen. Dass er dafür juristische Konsequenzen tragen muss, die ihm wirklich weh tun, dürfte allerdings ein feuchter Traum bleiben.


