KI-freie Videokunst: Uralt-Plattform Vine kehrt zurück

Lang liegen die Zeiten zurüc, als man auf Vine noch echte, menschliche Momente in sechs Sekunden fangen konnte – jetzt kehrt das Phänomen als diVine zurück, finanziert von keinem Geringeren als, nein, nicht Elon Musk, sondern dem einstigem Twitter-Boss Jack Dorsey. Klingt nach einer Rettungsaktion für die digitale Nostalgie, aber ist es wirklich mehr als ein bisschen Retro-Feeling mit einem Hauch von „Wir waren mal anders“?

Nostalgie als Geschäftsmodell

diVine bietet Zugriff auf über 100.000 archivierte Vine-Videos, die von einem Community-Projekt gerettet wurden, bevor die Plattform damals unterging. Die App lässt nicht nur die alten Klassiker wieder aufleben, sondern erlaubt auch das Hochladen neuer Inhalte – allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: KI-generierte Videos werden erkannt und blockiert. Das klingt fast schon ironisch, denn während die meisten Social-Media-Plattformen gerade alles tun, um KI-Inhalte zu pushen, setzt diVine bewusst auf Authentizität und menschliche Kreativität.​

Kontrolle statt Algorithmus

Die Plattform setzt auf das dezentrale Nostr-Protokoll, das Entwicklerinnen und Nutzerinnen mehr Kontrolle über ihre Inhalte und Algorithmen gibt. Das ist ein klares Statement gegen die zentralen, oft undurchsichtigen Geschäftsmodelle der großen Plattformen. Wer möchte, kann sogar eigene Server und Apps aufbauen – ein Traum für alle, die sich schon immer gefragt haben, ob Social Media auch ohne Venture Capital und Datenkraken funktionieren kann.​

Die Kehrseite der Medaille

Aber natürlich ist auch diVine nicht perfekt. Die Archivierung ist unvollständig, viele Inhalte – vor allem aus Nischen wie K-Pop – fehlen. Außerdem ist der Prozess, eigene Inhalte zu verifizieren oder zu löschen, alles andere als automatisiert. Wer also seine alten Vines zurückhaben möchte, muss sich durch bürokratische Hürden kämpfen.​

Fazit: Ein Schritt zurück – oder nach vorne?

diVine ist mehr als nur eine Nostalgie-App. Es ist ein Experiment, das zeigt, dass es auch anders gehen kann: Plattformen, die auf Authentizität, Kontrolle und Offenheit setzen, statt auf KI und Algorithmen. Ob das Modell langfristig funktioniert, bleibt abzuwarten. Aber eines ist klar: Wer sich nach echten, menschlichen Momenten im Social Web sehnt, findet auf diVine zumindest eine kleine Oase – und vielleicht auch einen Funken Hoffnung, dass die Zukunft des Internets nicht nur aus KI-Content und Algorithmen besteht.​

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