Ein US-Startup namens Shift bietet kostenlose Reinigungsdienste an – mit einem ungewöhnlichen Gegenwert: Die Arbeit der Putzkräfte wird gefilmt, um damit Roboter für Haushaltsaufgaben zu trainieren.
Der Service ist zunächst nur in New York verfügbar, soll aber bald auf Städte wie München, London oder San Francisco ausgeweitet werden. Shift versichert, dass persönliche Daten wie Gesichter oder Namen vor der Nutzung für KI-Training unkenntlich gemacht werden. Die Reinigungskräfte sind keine direkten Mitarbeiter, sondern werden über Partnerfirmen vermittelt.
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- Shift finanziert kostenlose Reinigungen, indem es die Aufnahmen der Arbeit für KI-Training nutzt.
- Der Service startet in New York und soll später in mehreren internationalen Städten angeboten werden.
- Privatsphäre soll durch Anonymisierung der Daten gewahrt bleiben, doch Details zur technischen Umsetzung fehlen.
Quelle: The Verge
Kostenlose Reinigung im Tausch gegen KI-Trainingsdaten

Das Modell von Shift spiegelt einen wachsenden Trend wider, bei dem menschliche Alltagsaktivitäten für die Entwicklung von KI-Systemen genutzt werden. Ähnliche Ansätze gibt es bereits in der Logistik oder Landwirtschaft, wo etwa Lieferdrohnen oder Erntemaschinen mit Hilfe von Arbeitsaufzeichnungen trainiert werden.
Kritisch diskutiert wird dabei oft die Frage, ob solche Datensammlungen tatsächlich anonym bleiben – besonders, wenn sie in privaten Räumen stattfinden. Während Unternehmen wie Shift betonen, dass die Datenaufbereitung sicher sei, fehlen oft unabhängige Prüfungen.
Gleichzeitig zeigt das Beispiel, wie KI-Entwicklung neue Geschäftsmodelle hervorbringt, die Dienstleistungen gegen Daten tauschen. Ob sich das Konzept durchsetzt, hängt nicht nur von der technischen Machbarkeit ab, sondern auch davon, wie Kunden und Reinigungskräfte den Handel mit ihren Arbeitsabläufen bewerten.




