Speicherkrise: Das Ende der Billig-Smartphones?

Während wir noch über die neueste Kamerafunktion debattieren, hat jemand im Halbdunkel der Lieferkettenverwaltung den Speicherraum zugesperrt — und die Schlüssel in den Data‑Center‑Keller gelegt. Das Ergebnis: Ein erwarteter Einbruch des Smartphone‑Markts, der so laut durch die Branche rauscht, dass selbst die PR‑Agenturen kurz schlucken mussten. Während vergangene Absatzrückgänge meist von Sättigung oder schwächelnder Nachfrage kamen, steht diesmal etwas Konkretes dahinter: zu wenig DRAM und NAND für zu viele Wünsche — und das vor allem dort, wo die Marge ohnehin dünn ist ([idc.com].

Kurz gesagt: Speicher ist nicht mehr nur eine technische Spezifikation. Er entscheidet über Geschäftsmodelle, Preisstrategien und darüber, ob ein Billig‑OEM überhaupt noch am Markt bestehen kann.

Markteinbruch um 13 Prozent – Nein, das ist kein Tippfehler

IDC sieht für 2026 einen Rückgang der Smartphone‑Auslieferungen um 12,9 Prozent gegenüber 2025. Parallel dazu soll der durchschnittliche Verkaufspreis (ASP) um rund 14 Prozent auf etwa 523 US‑Dollar steigen.

Warum das so dramatisch klingt: Wenn die Komponentenpreise — primär DRAM und NAND — steigen, müssen Hersteller zwei Dinge tun: Preise anheben oder Spezifikationen reduzieren. Beides schadet Verkäufen. IDC nennt zudem eine mögliche Konsolidierung: kleinere Low‑End‑Anbieter könnten den Markt verlassen, während Apple und Samsung Marktanteile gewinnen könnten. Das verändert langfristig das adressierbare Marktvolumen.

Was das praktisch heißt: Du wirst voraussichtlich mehr für Speicher bezahlen, weniger Geräte mit großen Speicherkonfigurationen sehen und vielleicht auf Feature‑Schnittmengen stoßen, bei denen Hardware‑Upgrades aus Budgetgründen verschoben werden.

Wer profitiert? Die großen Marken und die, die Vorräte bunkern

Große OEMs mit starken Verhandlungspositionen — Apple, Samsung — können vermutlich größere Teile des knappen Angebots sichern und sind in der Lage, Preiserhöhungen besser auszugleichen. IDC deutet an, dass genau diese Firmen die Krise nutzen könnten, um Marktanteile zu gewinnen.

Das übergeordnete Problem ist die Prioritätsverschiebung hin zu KI‑Infrastruktur (HBM, großvolumiger NAND für Datacenter). Gleichzeitig haben Hersteller jahrelang zögerlich in neue Kapazitäten investiert — Memory‑Fabs sind teuer und die Amortisationszeit lang.

Die Branche hat die Serverraumtür offen gelassen. Und die KI‑Bubble hat das Buffet geplündert.

ein paar Bits mehr oder weniger darüber, ob das Gerät überhaupt gebaut wurde. Und ja — das ist keine nette Anekdote, das ist die neue Normalität.

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