Gesichtserkennung in Smart-Brillen: Wenn ein Blick alles über dich verrät

Wir leben in einer Zeit, in der deine Sonnenbrille dich nicht nur vor UV schützt, sondern wohl bald auch vor Anonymität. Während du denkst: „Ach, nette Features“, arbeitet Meta offenbar daran, dass dieselbe Brille dir beim Blick auf einen Menschen gleich seinen Social‑Media‑Lebenslauf ausspuckt. Willkommen in der Welt, in der Blick bald bald wirklich alles verrät [basicthinking.de].

Meta nennt das interne Projekt angeblich „Name Tag“ — eine Funktion, die per Brillen‑Kamera Gesichter scannt und mit Profilen abgleicht, um Namen oder Infos anzuzeigen. Das klingt nützlich für Menschen mit Sehbehinderung, aber praktisch ist das ein Türöffner für flächendeckende Biometrie im Alltag. Technisch basierend auf bestehenden Gesichtserkennungs‑APIs und Metas Datenbestand wäre das in Minuten möglich.

Was das bedeutet: Stell dir vor, ein Stalker nutzt die Brille, um schnell Adressen, frühere Aufenthaltsorte oder soziale Netze eines Opfers zusammenzubauen. Oder ein Arbeitgeber, der bei Events „schnell checkt“, wen die Mitarbeiter kennen. Das Risiko von Doxxing, Stalking und Diskriminierung steigt dramatisch.

Timing: Wenn sich alle Blicke auf etwas anderes richten

Interne Dokumente sollen sogar empfehlen, die Funktion während politischer Unruhen zu launchen, weil ein öffentlicher Aufschrei dann weniger wahrscheinlich ist. Das ist kein Zufall, sondern Kalkül: Produkte werden nicht nur technisch entwickelt, sondern taktisch platziert. Unternehmen mit großen Plattformdaten können so schrittweise Akzeptanz für zuvor unvorstellbare Überwachung schaffen.

Warum das passieren kann: geringe Regulierung in manchen Märkten, unklare Consent‑Mechanismen und die ökonomische Verlockung, Nutzerdaten zu monetarisieren. Praktische Implikation: Vertrauen in Marken bricht zusammen, Nutzer verlassen Plattformen oder ändern Verhalten — aber nicht alle können oder wollen das. Datenschutzverbände und NGOs warnen dringend vor Missbrauch, und in Europa stehen strenge Regeln (GDPR), die solche Features erheblich einschränken könnten.

Good news: Die Debatte ist lauter als erwartet.
Bad news: Technologie und Taktik sind marktreif, bevor wir das Thema ausdiskutiert haben.

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