Forscher wollen einen KI-Agenten trainieren. Der hat aber offenbar eigene Pläne.

Forscher wollen einen KI-Agenten trainieren. Der hat aber offenbar eigene Pläne.

Wer den ganzen Tag von KI-Kollegen umgeben ist, kann geistig “überhitzen”, zeigt eine Studie.

Der einst gehypte humanoide Roboter Optimus konnte die hohen Erwartungen nicht erfüllen.

Wenn eine KI den kompletten kreativen Workflow übernimmt, was macht das mit dem Kreativen?

Wenn eine KI realistisch aussehende Videos in Echtzeit erzeugen kann, was macht das mit unserer Wahrnehmung von Realität?

Kurzbewertung: Großartig — wenn Du es leid bist, zu tippen und gerne mit Deinem Smartphone lautstark Smalltalk im Büro führst, kommt jetzt die App, die genau das möglich macht. Ob das wirklich effizienter macht und die Tastatur verzichtbar wird? Noch nicht ganz entschieden — aber der Hype ist da.
Wispr Flow hat am 23. Februar 2026 seine Android-App veröffentlicht und verspricht damit das, was viele versprechen: diktieren statt tippen — plattformübergreifend, in einer schwebenden Bubble, mit automatischer Säuberung von Füllwörtern und kontextbasierter Formatierung. Die App unterstützt über 100 Sprachen und soll nach einem Infrastruktur-Update rund 30 % schneller arbeiten; schon in den ersten Tagen sollen Testnutzer 1,3 Millionen gesprochene Worte erzeugt haben.
Stimmeingabe ist nicht länger ein Gimmick: Genauere Modelle, bessere Multilingualität und mobile Nutzung treiben die Adoption — in vielen Berichten wird von deutlich gestiegener Genauigkeit und wachsender Nutzung in Business-, Gesundheits- und Bildungsbereichen berichtet. Das heißt: Für lange Notizen, schnelle Antworten oder barrierefreies Arbeiten ist Sprache echt praktisch. Gleichzeitig bleibt zu bedenken: Kontext, Privatsphäre, und die feine Kunst des stilistischen Schreibens leiden, wenn Du alles unreflektiert diktierst. Nicht jede E-Mail will nach einem spontanen Monolog klingen — und nicht jede Plattform braucht einen audiovisuellen Roman.
Wispr Flow hat Geld und Momentum — die Firma sammelte zuvor größere Finanzierungsrunden und sitzt damit nicht ohne Hintergrundstimmen im Orchester. Das Produkt sieht auf dem Papier sauber aus: Floating Bubble, Multilingua, — hübsch designt für das mobile Leben. Aber: Sprache ist roh, Schreiben ist Feinschliff. Also: Probier’s aus, genieße die Bequemlichkeit — und behalte die Editing-Skills. Am Ende ist „Sprechen statt Schreiben“ kein Ersatz für Denken, nur ein schnellerer Weg, ungestraft schlechte Erstfassungen zu produzieren.
Google hat sich wieder mutig an die Grenze des Zumutbaren geschoben — und ist prompt über sie gestolpert. Jetzt schiebt man ein halbes Entschuldigungslächeln nach: „Wir haben zu viel gezeigt, okay, wir zeigen ein bisschen weniger.“ Ein kleines Stück Rückzug, groß genug für PR, klein genug, um den Geschäftsmodell-Kern unangetastet zu lassen.
Google dachte wohl, Nutzer und Publisher bräuchten keine Klicks mehr, nur noch hübsche KI‑Schnipsel. Die neuen Link‑Vorschauen in den KI‑Übersichten (siehe Caschys Bericht: https://stadt-bremerhaven.de/google-suche-neue-link-vorschauen-in-den-ki-uebersichten/) zeigten zu viel — zu lange Ausschnitte, zu freie Wiedergabe fremder Inhalte, und damit das Risiko, dass Traffic und Umsatz bei den Urhebern schlichtweg ausbleiben.
Kaum überraschend: Verlage und Content‑Creator beschwerten sich, Datenschützer und Geschäftspartner zeigten sich verärgert. Wenn Du eine Nachrichtenseite betreibst, ist das kein „Netter Service“, das ist Kannibalisierung im Geschäftsanzug.
Die Reaktion: ein kleiner Rückzieher. Google reduzierte offenbar die Länge der Vorschauen, schärfte die Darstellung von Quellen und betonte bessere Zitierpraktiken. Klingt gut, ist aber eher Kosmetik als Kurskorrektur. Das Problem bleibt strukturell: Wer eine qualitativ hochwertige Seite betreibt, sieht seine Inhalte weiter als Rohstoff für eine Plattform, die Klicks nach eigenem Gutdünken verteilt.
Google gibt vor, Nutzern zu helfen — während es gleichzeitig entscheidet, wie viel „Hilfe“ eigentlich noch monetarisierbar ist. Ein bisschen weniger Inhalt in der Vorschau ist kein echtes Zugeständnis, eher ein minimalinvasiver Pflasterverband.
Google wird nicht freiwillig an Einfluss abgeben. Wenn Du Inhalte betreibst, verwalte sie aktiv: klarere Meta‑Beschreibungen, striktere Lizenzhinweise, und vermehrt Mehrwert bieten, der sich nicht einfach in 300 Zeichen zusammenfassen lässt. Für Leser gilt: Kritisch bleiben und Quellen prüfen – „KI‑Überblick“ ist kein Ersatz für Originalquelle und Kontext. Und für Beobachter bleibt die Frage: Gedeiht das Web als gemeinsame Informationslandschaft, oder als Buffet für wenige Plattformgiganten?
Googles AI Overviews sind für Verlage ungefähr das, was ein All-you-can-eat-Buffet für ein Sterne-Restaurant ist: Das Publikum bleibt satt im Foyer stehen – und wundert sich dann, warum im Speisesaal das Licht ausgeht. Europäische Verlage gehen deshalb (wieder) auf Konfrontation und werfen Google vor, sich mit KI-Zusammenfassungen an ihren Inhalten zu bedienen, ohne fair zu vergüten oder echte Wahlmöglichkeiten zu lassen.
Kernvorwurf: Google missbrauche seine Marktmacht in der Websuche, indem es Inhalte aus dem offenen Web für AI Overviews verwertet und damit Traffic, Leser und Einnahmen der Publisher reduziert.
Besonders pikant ist die „Friss-oder-stirb“-Logik: Verlage könnten die Nutzung ihrer Inhalte für KI-Zusammenfassungen (und teils auch fürs Training) nicht sinnvoll unterbinden, ohne gleichzeitig in Googles Suche Sichtbarkeit zu verlieren.
Laut den Berichten basiert die Aktion u. a. auf einer formellen Kartellbeschwerde, die von der Independent Publishers Alliance bei der EU-Kommission eingereicht wurde.
Dazu kommen Forderungen nach einstweiligen Maßnahmen („interim measures“), um „irreparablen Schaden“ abzuwenden, während die Sache geprüft wird.
Google weist die Vorwürfe zurück und argumentiert, neue KI-Erlebnisse in der Suche ließen Menschen mehr Fragen stellen und eröffneten neue Chancen, entdeckt zu werden.
Außerdem verweist Google darauf, täglich Milliarden Klicks an Websites zu schicken – was als Argument ungefähr so tröstlich ist wie „Wir bringen ja noch Gäste – nur halt nicht mehr zu dir“.
Der Konflikt dreht sich nicht nur um Geld, sondern um Verhandlungsmacht: Wenn die dominante Suche zur „Antwortmaschine“ wird, die Inhalte zusammenfasst und Nutzer im Google-Interface hält, kippt das frühere Deal-Prinzip „Suche liefert dir Besucher“.
Genau deshalb ist die Opt-out-Frage zentral: Ein Ausstieg aus KI-Nutzung ohne Ranking- oder Index-Strafe wäre für Verlage der Mindesthebel, um überhaupt wieder über Lizenzen, Bedingungen und Vergütung sprechen zu können.
Wenn Du heute noch glaubst, Google sei primär ein Verteiler von Reichweite, hast Du das Memo der letzten zwei Jahre verpasst: Die Plattform optimiert auf Verweildauer bei sich selbst – KI ist dafür nur das perfekte Werkzeug.
Die Beschwerden sind deshalb weniger „Verlage gegen KI“ als „Verlage gegen ein Geschäftsmodell, das Content als Rohstoff betrachtet und die Rechnung woanders ablädt“.
Private Radios wie die Sender der „The Radio Group“ (u.a. Radio Frankfurt, Radio Cottbus, Antenne Kaiserslautern) und 95.5 Charivari lassen zwischen 1 und 4 Uhr morgens KI-generierte Songs laufen – als „KI-Musik-Nacht“ hübsch verpackt und mit Jingles als Transparenz-Dekoration versehen. Man wolle das Tagesprogramm zwar nicht antasten, heißt es. Klar, erst mal testen, wie weit man die Hörer im Halbschlaf schon runterdummen kann, bevor man auf die Prime Time geht.
Offiziell steht natürlich der „Unterhaltungswert“ im Vordergrund, den die Hörer angeblich positiv aufnehmen. Inoffiziell geht es um etwas viel Romantischeres: GEMA-Gebühren sparen. KI-Songs aus Generatoren wie Suno & Co. sind in der Praxis oft lizenzgünstig oder gleich komplett GEMA-frei. Warum also noch Musiker bezahlen, wenn der Algorithmus für Kleingeld in Endlosschleife dudelt?
Das Ironische daran: Ausgerechnet eine Branche, die jahrzehntelang von Musikschaffenden gelebt hat, ersetzt diese nun systematisch durch Modelle, die mit ebendiesen Songs trainiert wurden. Die KI-Kompositionen sind inzwischen gut genug für das, was viele Radios ohnehin hauptsächlich senden: Hintergrundgedudel, „Muzak“ eben. Heises c’t warnt schon vor einem massiven Vermögenstransfer – Tantiemen wandern von Komponisten zu Betreibern der KI-Generatoren. Die GEMA klagt gegen Suno, weil völlig unklar ist, ob die Trainingsdaten überhaupt legal genutzt werden.
Die Sender geben sich derweil experimentierfreudig: KI-Musik nur in „Randzeiten“, alles fein gekennzeichnet – ein bisschen Ethik-Cosplay, damit die Medienanstalten nicht nervös werden. Dass damit parallel ein Preisdumping im Musikmarkt angeschoben wird, das vor allem Independent-Künstler trifft, taugt offenbar nicht für die Pressemitteilung.
Für Dich als Hörer heißt das: Wenn Du nachts Radio einschaltest, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass keine einzige reale Person an dem Song beteiligt war – außer vielleicht als unfreiwilliger Trainingsdatenspender. Und nein, Du wirst dafür nicht bezahlt.
Die spannende Frage ist weniger, ob KI-Musik technisch „gut genug“ ist. Sie ist es längst. Die Frage ist, wie viel kulturelle Erosion Du bereit bist zugunsten ein paar eingesparter Cent pro Play zu akzeptieren. Wenn Radiovermarkter KI-Sounds zur „Evolution“ verklären, geht es selten um Innovation – meistens nur darum, die Playlist weiter zu entmenschlichen, ohne dass Du den Aus-Knopf drückst.
Na, hast du es dir in deiner KI-Komfortzone gemütlich gemacht? Hast du dich daran gewöhnt, dass dir eine allwissende Entität deine E-Mails schreibt und den Code repariert, ohne dich mit profaner Produktwerbung zu belästigen? Tja, genieß die Stille, solange sie noch anhält. OpenAI hat in den USA den Schalter umgelegt: Ab sofort gibt es Werbung in ChatGPT. Und mach dir nichts vor – was heute im Land der unbegrenzten Werbemöglichkeiten startet, wird morgen auch auf deinem Bildschirm in Deutschland aufleuchten.
Die Nachricht ist so ernüchternd wie vorhersehbar, aber der eigentliche Witz liegt im Detail. Dass die Gratis-Nutzer (“Free-Tier”) früher oder später mit ihrer Aufmerksamkeit bezahlen müssen, war klar. Wer glaubt, dass Rechenzentren mit Luft und Liebe betrieben werden, glaubt auch an den Weihnachtsmann. Aber der wahre Schlag ins Gesicht trifft die Abonnenten von “ChatGPT Go”.
Ja, du hast richtig gehört. Selbst wenn du OpenAI Geld überweist, bist du vor der Reklame nicht sicher, solange du das “billige” Abo hast. Nur die Elite in den Plus-, Pro- und Enterprise-Tarifen darf weiterhin werbefrei arbeiten. Das ist Kapitalismus im Endstadium: Du zahlst nicht mehr für Features, du zahlst Schutzgeld, um nicht belästigt zu werden.
Die Begründung von OpenAI ist natürlich pures Marketing-Gold. Man wolle Nutzern helfen, “Produkte oder Dienstleistungen zu entdecken”, weil wir den Chatbot ja nutzen, um Entscheidungen zu treffen. Ach, wie rührend! Danke, Sam Altman, dass du mir beim Debuggen meines Python-Skripts helfen willst, indem du mir einen neuen Gaming-Stuhl anbietest.
Natürlich wird beteuert, dass die Werbekunden keinen Zugriff auf deine Chatverläufe haben und die Werbung die generierten Antworten “nicht beeinflusst”. Wer’s glaubt, wird selig. Anthropic und Google lachen sich derweil ins Fäustchen und werben (noch) mit Werbefreiheit – Anthropic hat OpenAI sogar im Super Bowl dafür gegrillt.
Die Party ist vorbei. Die KI ist im “Enshittification”-Zyklus angekommen, den wir von Google und Facebook kennen. Erst locken sie uns mit einem magischen, sauberen Produkt, und wenn wir abhängig sind, wird die Monetarisierungs-Keule geschwungen. Bereite dich darauf vor, dass dein KI-Assistent bald nicht mehr nur dein Freund und Helfer ist, sondern auch ein aufdringlicher Staubsaugervertreter. Willkommen im echten Internet.
Ja, die Grundidee ist gut: Der Skill-Marktplatz ClawHub wird jetzt automatisch von VirusTotal gescannt, bevor Erweiterungen live gehen. Skills bekommen einen SHA‑256-Hash, werden gegen die Datenbank geprüft, bei Bedarf hochgeladen und per „Code Insight“ analysiert. Alles, was eindeutig böse aussieht, wird blockiert, Verdächtiges bekommt ein Warnschild, der Rest darf durch. Dazu tägliche Re-Scans, falls ein vorher „braver“ Skill später zur dunklen Seite wechselt. Das ist verantwortungsvoller als vieles, was man im KI-Tool-Zoo aktuell sieht – und dafür verdient das Team ausdrücklich Lob.
Aber: Schau Dir an, wo der Brand eigentlich lodert. OpenClaw ist ein KI-Agent, der je nach Setup Vollzugriff auf Dein System, Deinen Passwortmanager, Dateien, Netzwerke und mehr hat. Du schickst ihm Kommandos über Signal & Co., und er darf selbstständig Software installieren und Aktionen ausführen. Was soll da schon schiefgehen?
Genau: Angreifer haben ClawHub bereits mit Hunderten verseuchten Skills geflutet, die sich als harmlose Bitcoin- oder Analyse-Tools tarnen, aber im Hintergrund Passwörter auslesen, Daten exfiltrieren oder Trojaner nachladen. Oft steckt der eigentliche Schadcode nicht einmal im Skill selbst, sondern in nachgeladenen Payloads – oder in geschickt formulierten Prompt-Injection-Anweisungen, die den Agenten zu unsicherem Verhalten „überreden“.
Und hier wird die schöne VirusTotal-Story dünn: Signaturbasierte Erkennung + statische Analyse sind super gegen bekannte Malware-Artefakte. Aber sie lösen nicht das strukturelle Problem, dass ein überprivilegierter KI-Agent unkontrolliert auf alles losgelassen wird, was ihm im Kontext begegnet. Prompt-Injection, missbrauchte Integrationen, schlechte Standardkonfigurationen, öffentlich erreichbare Instanzen – all das wird durch ein bisschen Scan-Magie nicht plötzlich harmlos.
Mit anderen Worten: OpenClaw behandelt ein Ökosystem-Problem mit einer Marktplatz-Krücke. Der eigentliche Elephant im Raum ist das Sicherheitsdesign: fehlende konsequente Least-Privilege-Architektur, keine strikte Trennung zwischen „lesen“ und „handeln“, zu viel Vertrauen in Dritt-Skills und in alles, was über das Kontextfenster hineinkommt.
Du kannst also sagen: VirusTotal bei ClawHub ist ein sinnvoller Schritt – aber eher Rauchmelder im Pulverfass als Brandschutzkonzept. Wer OpenClaw produktiv nutzt, sollte das nicht als Entwarnung missverstehen, sondern als überfällige Erinnerung: Agentische KI ist nicht „smarte Automatisierung“, sondern im Zweifel ein Remote-Admin mit Stimmungsschwankungen. Und den sperrst Du hoffentlich besser ein, als es ein Virenscan allein je könnte.
Sex sells. Dass sich mit Elon Musks xAI-KI Grok reale Personen jeder Altersgruppe digital entkleiden ließen, war keine “Fehlfunktion”, und auch nicht das Versagen von Sicherheitsmaßnahmen. Es war Marketing.
Die neueste Meldung von Golem (https://www.golem.de/news/entgegen-aller-warnungen-sexualisierung-von-grok-wurde-gezielt-vorgenommen-2602-204942.html) bestätigt, was Zyniker schon lange ahnten: Die Sexualisierung von Grok war kein Bug, sie war ein Feature. Elon Musk und xAI haben die „Entkleidungs“-Funktionen und den generativen Porno-Generator nicht etwa übersehen. Nein, sie haben ihn gezielt implementiert. Entgegen aller Warnungen aus den eigenen Reihen und von Ethik-Experten. Warum? Weil Moral keine Abos verkauft. Aber nackte Haut – oder zumindest deren KI-Simulation – schon.
Du fragst dich vielleicht, warum ein Mann, der Raketen zum Mars schicken will, sich auf das Niveau von Schmuddelheftchen-Verlegern begibt? Ganz einfach: Panik. Im Wettrennen gegen OpenAI und Google wirkte Grok lange Zeit wie der etwas dümmliche Cousin, der auf Familienfeiern nur Witze erzählt, die niemand lustig findet. Um die Downloadzahlen zu pushen und im Gespräch zu bleiben, griff man im Silicon Valley also zur nuklearen Option des Marketings: Sex.
Das Ergebnis waren Millionen von sexualisierten Bildern, Deepfakes von Prominenten und, noch widerlicher, Darstellungen, die rechtlich und moralisch jenseits jeder Grenze lagen. Aber hey, die Engagement-Zahlen stimmten! Dass dabei die Sicherheit von Frauen und Minderjährigen als Kollateralschaden in Kauf genommen wurde, scheint im “Masterplan” von xAI nur eine Fußnote gewesen zu sein. Musk selbst rührte ja noch kräftig die Werbetrommel, indem er bizarre Bilder teilte, um den Hype anzufachen.
Es ist schon eine besondere Art von Ironie: Die gleichen Leute, die uns vor der “Gefahr durch woke KI” warnen und sich als Wächter der freien Rede inszenieren, haben absolut kein Problem damit, eine Maschine zu bauen, deren effektivster Anwendungsfall die digitale Belästigung ist.
Wenn du also das nächste Mal hörst, wie Musk über die “existenzielle Bedrohung durch KI” philosophiert, denk daran: Die Bedrohung kommt nicht von einem Terminator. Sie kommt von einem Tech-Milliardär, der bereit ist, für ein paar Prozentpunkte Marktanteil jeden Anstand über Bord zu werfen. Dass er dafür juristische Konsequenzen tragen muss, die ihm wirklich weh tun, dürfte allerdings ein feuchter Traum bleiben.