Scrollytelling-Werkzeug Aesop Story Engine: Die Grundlagen




Kurs
Lesezeit: 2 Minuten

Das WordPress-Plugin Aesop Story Engine ist ein beliebtes Hilfsmittel, um lange, medial angereicherte Geschichten – neudeutsch Scrollytelling – zu erzählen. Lernen Sie in dieser Beitragsreihe Möglichkeiten kennen, mit diesem Plugin Inhalte zu schaffen, zu gestalten und zu strukturieren. Der aktuelle Beitrag beschäftigt sich mit den Grundlagen der Aesop Story Engine:

Aesop mit (fast) jedem Theme

Die Entwickler bieten einige kostenpflichtige Themes für die Aesop Story Engine, von Dritten eigens für Aesop entwickelt wurden unter anderem außerdem die kostenlosen Themes Longform und Honos.

Eingeschränkt kann auch jedes andere Theme Aesop-Komponenten darstellen, wenn Sie das folgende Codeschnipsel in dessen functions.php eintragen:

add_theme_support("aesop-component-styles", array("parallax", "image", "quote", "gallery", "content", "video", "audio", "collection", "chapter", "document", "character", "map", "timeline") );

Diese Zeile sorgt dafür, dass das Theme bei der Anzeige einer Komponente auf die entsprechende Stil-Definition zurückgreift.

Wer allerdings Komponenten in voller Breite darstellen möchte, benötigt eines der oben erwähnten, eigens für die Verwendung mit Aesop entwickelten Themes. Insbesondere die kostenlosen Themes eignen sich aber eher schlecht für kürzere Inhalte und Übersichtsseiten. Die Lösung: Verwenden Sie ein Standard-Theme für Standardseiten und Standardbeiträge, und stellen Sie nur die Scrollytelling-Beiträge mit einem dazu passenden Theme dar. Dazu eignet sich das Plugin Multiple Themes, mit dessen Hilfe Sie einzelnen Beiträgen Alternativ-Themes zuweisen können.

13 Komponenten

für das Scrollytelling

Ist das Aesop-Plugin eingerichtet, lässt sich eine Scrollytelling-Geschichte erfassen wie jeder andere Beitrag auch. Der augenfälligste – und wichtigste – Unterschied ist die Schaltfläche “Komponente einfügen” oberhalb des Beitrags-Editors. Mit ihr kann der Nutzer die für Scrollytelling-Geschichten typischen Elemente in einen Beitrag einbauen: Parallax-Bilder, von selbst anlaufende Audiokommentare oder Hintergrundgeräusche, Videos, Landkarten, Gliederungen – in Kapitel oder Zeitabschnitte – und etliches mehr.

Der visuelle Editor stellt Aesop-Komponenten als graue Rechtecke dar, je eine Schaltfläche darauf dient dazu, die Komponente zu bearbeiten, zu duplizieren oder zu löschen. Der Text-Editor zeigt stattdessen den Shortcode, der zur Darstellung der Komponente benötigt wird.

Achtung: Probleme treten häufig beim Wechsel vom Text- zum visuellen Editor auf: Kleine Fehler im Shortcode – etwa ungewollte Zeilenumbrüche oder Leerschritte – sind im visuellen Editor nicht mehr zu sehen, können aber die Darstellung des fertigen Beitrags sehr beeinträchtigen.

Eine weitere Fehlerquelle sind Shortcodes, die nicht sauber vom eigentlichen Inhalt abgegrenzt sind. Um daraus resultierende optische Mängel zu verhindern, sorgen Sie für eine Zeilenschaltung vor und nach jeder eingefügten Aesop-Komponente.

Ausnahme-Komponenten

'Maps' und 'Gallery'

Mit welcher Geschwindigkeit sich Parallax-Bilder bewegen, oder ob etwa der Audioplayer beim Abspielen von Hintergrundsound unsichtbar bleibt, legt der Autor des Beitrags direkt beim Einrichten einer Komponente fest. Lediglich die Karten- und die Galerie-Komponente erfordern eine separate Einrichtung. Aesop-Galerien – in unterschiedlichen Layouts darstellbare Diashows – lassen sich über einen eigenen Menüpunkt einrichten, eine Kartenansicht findet der Autor ganz unten im Editor-Fenster.

Mit den angesprochenen Möglichkeiten beschäftigen sich Folgebeiträge demnächst im Einzelnen.

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Über Dirk Bongardt 147 Artikel
Seit 1998 Journalist, habe ich alle bisherigen Phasen des digitalen Wandels in unserer Branche miterlebt. Von der Art, wie wir recherchieren, über unsere Möglichkeiten und Werkzeuge, Geschichten zu erzählen bis hin zu der Art, wie unsere Rezipienten unsere Inhalte aufnehmen, ist nichts davon unberührt geblieben. Als Dozent helfe ich angehenden Online-Redakteuren, das Wissen um diese Möglichkeiten und Fakten für ihre Arbeit zu nutzen.