In Online-Publikationen möglich, in gedruckten nicht

7 Arten von Online-Inhalten, die gedruckt nie funktionieren würden

Viele Online-Publikationen nutzen nur einen kleinen Teil der einzigartigen Möglichkeiten, die eine Veröffentlichung im Internet bietet. Von mancher Website ließe sich fast ohne Funktionseinbußen eine gedruckte Version erstellen. Diese sieben Arten von Online-Inhalten würden auf Papier nicht funktionieren:

1. Eingebettete Instagrams

Die Plattform Instagram ist eine der größten Fundgruben an Fotos und Videos von Stars und Sternchen, Events, Katastrophen und aller anderen denkbaren Motive. Diese Medien zu kopieren, wäre ein Urheberrechtsverstoß – sie mit der offiziell von Instagram gebotenen Funktion einzubetten jedoch nicht (Vorsicht, das ist noch nicht ausgeurteilt, aber es ist anzunehmen, dass Gerichte sich die Auffassung zu eigen machen, die der BGH mit dem Urteil zum “Framing” von YouTube-Videos am 9. Juli 2015 zum Ausdruck gebracht hat).

Damit kann ich straflos die Kurznachrichten von Spiegel Online auf meiner Seite zeigen…

A video posted by SPIEGELONLINE (@spiegelonline) on

… oder ein Foto von Shakira in meinen Beitrag einbauen, ohne lang bei ihrer Agentur oder ihrem Plattenlabel zu betteln.

A photo posted by Shakira (@shakira) on

2. Thinglink: Bilder mit Mehrwert

Mit Thinglink kann der Online-Redakteur in simplen Fotos oder Grafiken eine Fülle anklickbarer Informationen – Texte, Fotos und sogar Videos – hinterlegen. Bloß um ein rechtlich unbedenklich verwendbares Foto muss er sich selbst kümmern. Ein gelungenes Beispiel:

3. Infografiken, die auf Finger oder Maus reagieren

Die Krux von Infografiken: Sie vertreiben den Leser, wenn sie ihn mit Informationen zuschütten, oder sie langweilen ihn. Online können wir Infografiken verwenden, die zusätzliche Informationen erst auf Mausklick oder Fingerdruck anzeigen:

4. Interaktive Fotogalerien

Bilder zu drucken ist teuer, Bilder im Web zu zeigen, kostet – vom Honorar der Fotografen abgesehen – nur etwas Speicherplatz. Natürlich könnten wir alle Bilder in voller Größe in einen Beitrag einfließen lassen. Das könnte dann etwa so aussehen:

Zugegeben, recht wirkungsvoll, zumal der Nutzer erst beim Scrollen weiß, was ihn erwartet. Eine interaktivere Alternative könnte so aussehen:

5. Bewegte Bilder

Natürlich können wir unseren Rezipienten auch Videos zeigen. Aber immer gleich ein ganzes Video zu drehen, kostet Zeit und Geld. Bewegte Bilder, in der Regel animierte oder teil-animierte GIF, ziehen die Aufmerksamkeit auf sich, können allerdings auch manchen in die Flucht schlagen – vor allem, wenn der Online-Redakteur sie in ganzen Rudeln auf seine Rezipienten loslässt.

In Online-Publikationen möglich, in gedruckten nicht

6. Eingebettete Tweets

Zitieren lässt sich auf vielerlei Weise – authentischer als jede Abschrift und jeder Screenshot ist jedoch das eingebettete Zitat aus sozialen Medien wie Twitter. Unsere Rezipienten können zudem mit eingebetteten Inhalten direkt interagieren:

7. Storify: Geschichten aus Inhalten quer durch’s Web

Wer mehr will als hier mal einen Tweet, dort mal ein Instagram-Foto, und vielleicht irgendwo noch ein YouTube-Video einbetten, der braucht ein Werkzeug wie Storify. Damit kann ich Tweets, öffentliche Facebook-Posts und weitere Inhalte aus unterschiedlichsten Quellen zu einer Geschichte verbinden: